Search:

Annakiki goes Künstliche Intelligenz: Zukunfts-Interview mit Designerin Anna Yang

Wir denken doch alle darüber nach, wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändern wird. Nicht mehr selbst denken und lenken? Roboter werden die Babos? Statt vor der Zukunft Angst zu haben, können wir smarte Technik auch zu unseren Komplizen machen. Das hat kürzlich auch die chinesische Designerin Anna Yang mit ihrem Label ANNAKIKI erfahren: Sie hat eine Kollektion herausgebracht, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz entworfen wurde. Eine Weltpremiere, die wir mit der Designerin in Mailand gefeiert haben…

Sie spricht leise und wirkt bescheiden, doch was Anna Yang vorstellt, ist eine Weltsensation: Wir treffen die Chinesin mitten in Mailand. Nur ein paar Stunden, bevor sie Models mit einer ganz besonderen Kollektion ihres Labels ANNAKIKI auf den Laufsteg schickt. Künstliche Intelligenz als Co-Creator, wie soll das gehen? Mit dem Huawei P30 Pro Smartphone und der App „Fashion Flair“: Die Datenbank der App wurde mit Mode-Bildern aus den letzten 100 Jahren gefüttert, außerdem mit Annas bisherigen Kollektionen. Aus dem Wissen der Vergangenheit hat das P30 Pro Anna Vorschläge für die Zukunft gemacht.

Future of Fashion

„Die App gab mir eine Reihe von Outfits zur Auswahl und ich wählte diejenigen aus, die meinem Empfinden am ähnlichsten waren. Dann habe ich einige Änderungen an Stoffen, Farben und anderen Details vorgenommen, um die Kollektion wirklich mit meinem Stil in Einklang zu bringen. Ich habe wirklich nur ein paar Details hinzugefügt und ein paar Änderungen vorgenommen, weil die Outfits, die mir die App gab, wirklich sehr gut waren“, erzählt uns die Designerin. Und weiter: „Ich denke, die größte Herausforderung war die Tatsache, dass die App am Ende immer noch eine Maschine ist. Trotz des sehr guten Inputs lag es immer noch an mir, der Sammlung diese Art von menschlichem Touch und menschlicher Kreativität zu verleihen. Die größte Herausforderung bestand meiner Meinung nach darin, meine eigene Kreativität und die mit der App erstellten Designs zusammenzufügen.“

„Ich denke, dass KI für Designer sehr nützlich sein kann, aber die menschliche Kreativität nicht vollständig ersetzen kann“

Eine Maschine wird niemals fühlen

So und jetzt mal tacheles: Könnte Künstliche Intelligenz Modedesigner ersetzen? „Ich denke, dass KI für Designer sehr nützlich sein kann, aber die menschliche Kreativität nicht vollständig ersetzen kann“, versichert sie uns. Auch die Gefühle, die sie erlebt beim Designen – genau die, die in ihren Augen aufblitzen, während sie von den Stoffen und Schnitten ihrer neuer Kollektion spricht – kann eine Maschine nicht fühlen.

Aber es ist eine neue Quelle der Inspiration, Anna macht deutlich, dass sie sehr zufrrieden mit ihrem technischen Co-Star ist: „Die App gab mir neue Perspektiven auf Outfits und Styles. Die Zeit, die ich normalerweise mit der Suche nach Inspiration verbringe, wurde in diesem Prozess verkürzt. Dadurch konnte ich mich mehr auf das eigentliche Designen konzentrieren“, so die Modeschöpferin.

So sieht das Morgen der Mode aus

Die Kreationen von Anna stehen für Zeitgeist, Mut und Farbe – auch die Textilien und Schnitte sind edgy. Sagen wir mal so, die Looks von Annakiki sind nicht gerade zurückhaltend. Diesmal besonders: Die KI-Kollektion „Fashion Flair“ ist an die Farben des Huawei P30 Pro angelehnt. „Eine große Inspiration waren die Farben, die Huawei für die Smartphones ausgewählt hat. In der Kollektion werdet ihr sehen, dass wir viele Farben verwendet haben, die denen der P30 Pro-Taschen ähneln: Bernstein, Schwarz, Orange und holographische Elemente. Ich denke, das hat mich auch dazu bewogen, Stoffe zu finden, die zu diesen Farben passen“, so Anna Yang.

Ich denke, das, was mir an dieser Kollektion am besten gefällt, ist die Verwendung von sehr auffälligen Farben und sehr auffälligen Stoffen. Die Art von Stoffen, die unter Licht gesetzt werden, ändert sich also komplett.

Ist es denn realistisch, dass noch mehr Designer mit künftig mit Künstlicher Intelligenz arbeiten? Sicherlich! Für Annakiki ist das auch in Zukunft eine Option. „Ich kann mir gut vorstellen, KI in Zukunft wieder für meine Designs zu verwenden. Es ist eine ganz besondere Herangehensweise an den kreativen Prozess. Technologie ist ein großer Teil unseres Alltags, daher würde ich sie sehr gerne auch weiterhin in meine Arbeit integrieren. Ich halte es für sehr wichtig, dass Designer sich an neue Herausforderungen wagen und die Technologie in den Prozess einbeziehen können.“

Die Kollektion ist unter ist exklusiv auf luisaviaroma.com erhältlich.

 

Mehr Designer stellen wir euch hier vor:
Diese Hommage an Raf Simons zeigt, wie der Designer Gendergrenzen hinter sich lässt
“City Of Angels”: Diese drei Designer aus L.A. müsst ihr kennen
Fashion Favorites: Designer aus Sydney

Edith Loehle
No Comments

Post a Comment

Nordgreen Copenhagen als Kickstarter-Sensation & die Fashion News der Woche Previous Post
Throwback in Pop! Bühne frei für Cäcilia aus „Germany's next Topmodel“ Next Post

Follow us

The access_token provided is invalid.