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lizzo facetime black jesus

Mit wem würdest du gerne mal facetimen, Lizzo?

Wir sind connected 24/7, auf jedem Kanal, jedem Netzwerk, mit jedem Device. Was aber, wenn wir uns durch Raum und Zeit teleportieren und Zeit für eine FaceTime-Session unserer Wahl hätten? Ob das Gegenüber tot oder lebendig, real oder fiktional ist, spielt keine Rolle. US-Shootingstar Lizzo wählt für ihren Anruf die Nummer von: Black Jesus.

Gerade erst hat sie sich Coachella zu Eigen gemacht. Welcome Lizzo, die Künstlerin, die man gerade kennen muss und eigentlich schon lange auf dem Schirm haben sollte. Weil sie den Pop nicht nur durch mit ihrem neuen Album „Cuz I Love U” verändert, sondern auch durch beneidenswertes Selbstbewusstsein und bestärkende Messages mit Hintergrund. Weisheiten wie „Body Positivity gibt es nur, weil Body Negativity der Standard ist” gehören dazu. Sie bleiben im Gedächtnis, weil Lizzo sie mit schlagfertiger und positiver Attitude unterfüttert. Und natürlich mit Beauty-Idealen und Visuals, nach denen die Pop-Welt offensichtlich schon lange verlangt. Lizzo ist auf dem besten Weg, eine Art Heilige ihres Metiers zu werden. Kein Wunder, dass sie Jesus facetimet, wie sie uns beim Interview in Berlin verrät. 

„Ich würde mit einem schwarzen Jesus facetimen. Ich würde ihn fragen: Wie warst du so? Trägst du deine Haare als Twist Outs oder Bantu Nots? Man sagt ja, Jesus habe Haare wie Wolle gehabt. Muss als ein großer, kinky Afro gewesen sein! Ich möchte wissen, was seine Haarpflegeroutine war. Und was er im Alter von 15 bis 30 Jahren gemacht, weil das keiner weiß. Ich würde fragen: „Jesus, where the hell was you? What was you doin’?” Warst du in einer Band? Oder hast vielleicht nur irgendwo gekellnert? Mich interessiert, was Jesus so getwittert hätte. Und welcher wäre sein Username gewesen? @jesuschrist? Vielleicht eher @jeshua oder @jehoschua. Jesus Christus nennen wir ihn schließlich erst seit seinem Tod, aber vorher hieß er ja eben Jeshua oder some Shit.

Ich meine hierbei aber immer den echten, den wirklichen Jesus. Nicht den coolen, glamourisierten Typ, der aussieht wie ein Surfer aus L.A. Ich meine Black Jesus aus Afrika, ich will wissen, wovon der gesprochen hat. Ich würde ihm sagen: Weißt du, was sie dir angetan haben, Bro? Michelangelo hat aus dir einen Fuckboy gemacht! Du trägst jetzt Bart, hast einen Zopf und sogar einen MANBUN! Aber mal ehrlich: Jesus hat seine Haare vermutlich wirklich als Zopf getragen, weil Johannes der Täufer zu ihm meinte: „Du musst dir deine Haare abschneiden!” Und Jesus nur so: „Nah, ich rocke meinen Fro, Brother!”

Ich würde aber auch mit der allerersten Frau auf der Welt sprechen wollen. Ich würde sie fragen: „Girl, what happened?” Wer war der Typ bei dir? Mit wem hast du gevögelt? Vermutlich war die erste erste Frau aber eher asexuell und hat Shit auf jeden Fall allein produziert. Ich hab nämlich gehört, dass wir alle erst einmal nur aus X-Chromosen bestehen und sich im Mutterleib die männlichen Y-Chromosen dazu entwickeln. Das würde einiges erklären und bedeuten, dass wir alle eigentlich Frauen sind. Stellt euch das mal vor.”

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Robin Micha
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