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NYLON Freundebuch: Hey, Bloom Twins!

Ein weiteres Juwel aus den 90ern? Das Freundebuch. Bewaffnet mit Stickern, Füller und Tintenkiller gehörte es einfach zum guten Pre-Millenial-Ton, sich mit süßem Foto persönlich zu verewigen. NYLON hat das Format wieder aufleben lassen. Diesmal mit Newcomern im doppelten Sinne: Die BLOOM Twins sind das erste Zwillingspaar im Freundebuch!

Dafür, dass das Feld der berühmten Pop-Geschwister bestens bedient ist, gibt es genug Beispiele. Aber Pop-Zwillinge? Not so much. Dabei gäbe es heiße Anwärterinnen auf einen neuen Platz: Das ukrainische Pop-Duo Bloom Twins steht in den Startlöchern, um alle Doppel-Klischees der Popwelt stolz zu bedienen. Mittlerweile leben die beiden in London – und verschaffen sich von dort aus nicht nur Plätze im Streaming-Universum, sondern auch als Schauspielerinnen vor der Kamera oder als Mode-Testimonials für Brands wie Armani Exchange. Wer von beiden aber nun mehr Mode-Nerd ist, warum eine jetzt auch an einer technischen Uni studieren könnte und in welches Reiseziel sie sich verliebt haben, verraten sie im NYLON Freundebuch.

Es gibt so viele Klischees über Zwillinge, aber eins müssen wir euch fragen: Seid ihr die beste Freundin der jeweils Anderen? Oder habt ihr komplett unterschiedliche Freundeskreise?
Anna: Unsere Verbindung ist definitiv stärker als Freundschaft, aber auch schwieriger zu beschreiben. Wir sind die Hälfte der Anderen, wir vervollständigen einander. Manchmal sagen wir Dinge zur gleichen Zeit oder uns fällt dieselbe Melodie ein. Wir haben denselben engen Freundeskreis. Innerhalb der letzten Jahre haben wir aber auch neue Seiten an uns entdeckt und unterschiedliche Leute getroffen. Ich halte es nur für gesund, die Welt durch die eigenen Augen zu entdecken und dich selbst besser kennenzulernen!

Glaubt ihr dass es für die große Karriere notwendig ist, in eine Stadt wie London zu ziehen? Hättet ihr nicht denselben Weg eingeschlagen, wenn ihr in eurer ukrainischen Heimatstadt Brovary geblieben wäret? 
Anna: Ich glaube, wir würden noch nicht mal an eine Karriere denken. Unsere jetzigen Manager schlugen vor, dass wir nach London ziehen. Bevor wir sie trafen, hatten wir geplant, an die Uni zu gehen. Ich hätte angefangen, am Kiev Polytechnic Institute zu studieren und Sonya wäre ans Konservatorium gegangen, um sich aufs klassische Singen zu konzentrieren.

Die Initialen im Titel eurer aktuellen Single „Free Fall” stehen für Kombinationen wie „female future”, „fashion freedom” oder „feeling free”. Sonya, kannst du erklären, was euch diese Begriffe bedeuten?
Sonya: Ich gebe mein Bestes zu erklären, was es meiner Schwester bedeuten könnte, denn auch wenn wir Zwillinge sind, ist sie immer noch ein Mysterium, das ich jeden Tag zu lösen versuche! „Female Future” bedeutet, gleich behandelt zu werden. Die Hosen anzuhaben und die Kontrolle über deine Karriere zu behalten. „Fashion Freedom” bedeutet für uns, der Mode nicht zu folgen, sondern sie anzuführen und dein eigener Follower und Fan zu sein. Kauft weniger und seid mutiger. Nachhaltigkeit bedeutet Kreativität. Und „Feeling Free“: Tut, was ihr liebt und erinnert euch daran, was ihr daran liebt. Auch wenn Menschen euch das Gefühl geben, ihr würdet euer Ziel nie erreichen, macht euch frei von Grenzen. Es fühlt sich wunderbar an, in der eigenen Haut zu stecken.

 

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Sonya, hättest du lieber eher einen Two-Tone-Hairstyle wie Dua Lipa oder bleibst du lieber für immer bei dunklen Haaren?
Sonya: Wir würden für immer Dark Pop bleiben! Koste es, was es wolle: Dark hair oder dark thoughts.

Anna, du hast schon oft Sonyas Sinn für Mode und ihr Talent als Stylistin gelobt. Interessiert sich eine von euch Beiden eher für Mode, die Andere für Musik?
Anna: Ich liebe Sonyas Spontaneität in der Mode. Sie mixt und matcht Kleidung und Farben so, wie andere Leute es nicht tun würden. Ich selbst mag lieber Präzision und Details in meiner Kleidung. Geographischen Schmuck in Kombination mit simplen Farben oder Stoffen, das liebe ich. Ich mag eben subtile Schönheit. Das Gleiche gilt für die Musik, wir nähern uns ihr von verschiedenen Seiten. Sonya fallen eher Töne und Melodien ein, ich schaffe dann das ganze Instrumental.

Was ist euer liebstes Reiseziel?
Sonya: Italien. Wenn wir dort sind, verlieben wir uns wieder in das Essen, die Kultur, die Menschen und die großartige Atmosphäre. Es gibt so viele beeindruckende Städte zu entdecken: Florenz, Rom, Mailand, Venedig, Sicilia, Verona.

Wenn ihr mit einer Person facetimen könntet – tot oder lebendig, real oder fiktional – wer wäre es?
Sonya: Es wäre eine Telefonkonferenz zwischen mir, John Lennon, dem Dalai Lama und Mark David Chapman. Wir würden darüber sprechen, warum John Lennon ermordet wurde und ob die Dinge anders sein würden, wenn man die Zeit zurückdrehen könnte.

Ihr seid ständig beieinander, sowohl privat als auch bei der Arbeit – was schreibt ihr euch überhaupt noch bei WhatsApp?
Sonya: „Wann kommst du ins Studio?”, „Bring mir von unterwegs einen Kaffee mit”. „Ist es schon Zeit für einen Wein?”.

Hier blättert ihr weiter im Freundebuch: 

Hey, Emma Steinbakken!
Nice to meet you, Griff!
Hi, Ruel!

Robin Micha
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