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Beyoncé Netflix-Special: Wieso „Homecoming” mehr als eine Doku ist

Beyoncé is Home! Heute zeigt der Kalender endlich den Tag, den sich Fans auf der ganzen Welt rot angestrichen haben, um  Netflix zu schauen. Um Beychella als Dokumentation zu schauen. In unserer Hype-Kultur ist das erst einmal nichts Ungewöhnliches. Doch beim Beyoncé Netflix-Special „Homecoming“ geht es um so viel mehr als eine Festival-Performance.

Genauso wie den heutigen 17. April 2019 hatten den vergangenen Sonntag sich Millionen „Game of Thrones”-Enthusiasten auch markiert. Aber aus anderen Gründen: Im Beyoncé Netflix-Special „Homecoming” zu ihrer legendären Coachella-Performance geht es zwar grob auch um einen Thron, aber nicht einen Eisernen. Bei Queen Bee geht es nicht einmal mehr um den Pop-Thron – der gehört ihr bereits. Hier geht es um die Repräsentation von People of Color und so viel mehr.

Was Beyoncé in ihrer 20-jährigen Karriere allgemein und nur noch verstärkt seit dem „Lemonade“-Album für Frauen, Künstler, Afro-Amerikaner und so viele weitere Gemeinschaften bewirkt hat, möchte ich mir als deutsche, weiße Redakteuerin nicht anmaßen zu erklären. Deswegen habe ich zwei junge Frauen gebeten, denen Beyoncés Tanzschritte, Worte und Klänge an einer noch viel tieferen Stelle treffen, ihre Gefühle in Worte zufassen.

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Es ist Zeit, nach Hause zu kehren. Homecoming, ein Film von Beyoncé, jetzt auf Netflix. #beyoncehomecoming

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Und bereits ich, als regulärer Beyoncé-Fan, fühle mich extrem angesprochen. Auch mich hat heute morgen eine iCal-Erinnerung aus dem Bett geholt. „Heute ist Beychella-Day!“ Für mich wird diese Erfahrung aber durchaus vergleichbar sein mit dem Schauen der neuesten „GoT“-Folge. Danach klappe ich den Laptop wieder zu und mache vermutlich weiter mit meinem Leben.

Ije und Valesca nicht. Ihr Stream des Beyoncé Netflix-Specials wird emotional, das ahnt Ije schon heute morgen:

„Das ist eine Performance für uns! Beyoncé ist die erste schwarze Frau, die als Headlinerin auf dem Coachella-Festival aufgetreten ist. Somit hat sich Queen Bey endgültig als lebende Legende UND Ausnahmekünstlerin deklariert. Mit dieser 2-stündigen Performance feierte sie unmissverständlich die Black Community samt Black Culture in einem und sorgt dafür, dass allen klar wird: Black Excellence is f**** real!

Nicht nur war sie die erste schwarze Frau, die Coachella-Boss-Bitch sein durfte: Zusätzlich hat Beyoncé währenddessen noch der größte Streaming-Dienst der Welt, Netflix, filmisch dabei begleitet, wenn ich das ergänzen darf. Boom!

Valesca hat der heutige Beyoncé-Tag zu Lyrischer Exzellenz inspiriert. Ihre Gefühle beginnen passender Weise in Großbuchstaben.

„REPRESENTATION MATTERS!“

Keine Ahnung wie lange ich nicht wusste, wer oder was ich bin.

Über jähre wurde ich geprägt von schlanken weißen Mönchen und weißen

Jungs. Das mag alles schön und gut sein, jedoch bin ich mehr, ich bin anders.

Und das anders ist leider nie zusehen gewesen –  bis JETZT.

Beychella ist wichtig, weil es eine herausragende Exzellenz zeigt.

Sie zeigt Power, Kreativität und Schönheit.

Jedes kleine Mädchen da draußen, welches anders sein möchte,

weil ihr Umfeld sie nicht repräsentiert, für dieses Mädchen ist es wichtig.

Und das ist erst der Anfang.

Ob Valesca mit ihrer letzten These Recht hat, weiß ich nicht. Als Mutter dreier Kinder, Gewinnerin aller erstrebenswerter Auszeichnungen, jeglichem Ruhm, unvorstellbarem Reichtum und einer kulturellen Signifikanz wie kaum eine zweite Künstlerin, würde mich eine baldige Bey-Rente nicht wundern. Aber für Überraschungen bleibt Beyoncé trotzdem gut, nicht wahr?

Martyna Rieck
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