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Digital Coverstory: Von wegen all blue – Shootingstar Ashnikko zeigt im Interview ihre Facetten, äußerlich und innerlich

Ashnikko heißt doch: Everything is blue. Und schon liegen wir falsch. Als Gesicht der neuen Powerbeats Pro Kampagne von Beats ergänzt der Shootingstar ihren typisch monochromen Look um drei weitere Farben. In unserer digitalen Coverstory spricht Ashnikko dazu über ihren Musikgeschmack als 12-Jährige und Popstar-Klischees, die wir killen müssen – und bestätigt, warum sie immer noch in einem Hobbit-Haus wohnen möchte. 

Dass Ashton Casey, besser bekannt als Ashnikko, nicht viel mit Cinderella gemein hat, dürfte ziemlich schnell klar sein. Als virale Überraschungssensation, deren Rebellion zwischen Musik und sexueller Befreiung in einer blauen Emo-Cyberqueen-Ästhetik stattfindet, verbindet Ashnikko ziemlich wenig mit der klassistischen Märchenstory rund um ein Paar Glasschuhe. Ein solches Paar gefiele ihr aber trotzdem, erklärt Ash in den Lyrics ihres neuen Songs „Daisy”. Vermutlich spräche man bei der 23-Jährigen aber mehr von Platform-Boots als von Glas-Stilettos und der zugehörige Prinz wäre maximal gut für ein bisschen Spaß, sonst irrelevant. Und auch im Musikvideo zum Song setzt Ashnikko auf eine andere Art von Begleitung – ihre Fans. Das Video ist Teil ihrer Kollaboration mit der Brand Beats by Dre und eine Zusammenarbeit mit TikTok. Ashnikko inszeniert darin – wie in unserer digitalen Coverstory, fotografiert von Charlotte Rutherford –  die vier neuen Farben der beliebten In-Ear Kopfhörer Powerbeats Pro: Cloud Pink, Sonnengelb, Eisblau, Lavarot. Allein ist sie aber wie gesagt nicht, sondern holt sich ihre TikTok-Crew ins Boot.

Vom Überraschungshit zur eigenen TikTok-Challenge

Das passt, schließlich hat Ash selbst dank TikTok im letzten Jahr ihren Durchbruch erlebt. Darüber, wie ihr Song „Stupid” feat. Yung Baby Tate zum Hit der App wurde und Ashnikko zum kollaborativen Popstar, haben wir mit ihr schon in unserer aktuellen Printausgabe gesprochen. Für das Video von „Daisy” setzen Beats by Dre und Ashnikko nun aber auf eine neue Art der Zusammenarbeit: Vier Wochen lang läuft auf TikTok die #BeatsDaisyChallenge, die aus vier einzelnen Challenges (je eine pro Powerbeats Pro Farbe) besteht. User*innen sollen darin die Ideen von Ashnikko und Beats by Dre kreativ inszenieren – die besten Beiträge schaffen es ins Video. Warum es nur richtig ist, wenn die Fans endlich auch auf dem Superstar-Treppchen stehen, haben wir mit Ashnikko in diesem Interview besprochen. Und auch wenn sich Fans und Perfomerin in hier näher kommen, gibt es immer wieder neue Facetten an Ashnikko aufzudecken – welche das sind, verrät die Anti-Cinderella ebenfalls ab hier.

Hey Ash, wie ist dein Tag bisher? 
Mein Tag ist super, ich hab mir gerade einen Drink aufgemacht, um…wie spät ist es?

Bei dir in London ist es 17 Uhr. Du hast quasi den Klischee-5-Uhr-Tee gegen ’nen Drink getauscht. Was gibt’s denn? 
Piña Colada in der Dose, aus dem Supermarkt.

Classic! Das ist jetzt schon dein zweites Interview mit NYLON Germany, für unsere aktuelle Print-Ausgabe haben wir dich pre-Lockdown in Berlin fotografiert. Vermisst du solche Presse-Trips überhaupt? 
Ich bin eher traurig, dass ich nicht auf Tour gehen kann. Es ist komisch, Musik rauszubringen und sie dann nicht live zu performen. Das mache ich dann allein in meiner Wohnung, um’s irgendwie wettzumachen.

Gerade du arbeitest als Künstlerin ja unglaublich viel mit digitalen Artworks – zum Beispiel für diese Coverstrecke zu den Powerbeats Pro In-Ear Kopfhörern, aber auch für deine Visuals zu Songs wie „Daisy” oder „Cry”. Wenn alles digital geschieht, kann es dann auch einsam werden als Popstar?
Ja, das mag manchmal so sein. Ein Teil von mir hat aber eine Art Hassliebe zu Musikvideos. Ich liebe es, daran zu arbeiten und sie zusammenstellen, dabei micromanage ich aber gerne alles. Es fällt mir ziemlich schwer, auf kreativer Ebene loszulassen, das ist wie eine Zwangsneurose. Die Kontrolle an andere Menschen abzugeben, ist jetzt schon fast eine Entlastung – und am Ende kann ich ja auch selbst nicht animieren oder digitale Kunst schaffen.

Du könntest jetzt also einfach eine große E-Mail aufsetzen, Anweisungen raushauen – und wärest dann raus? 
Ja. Das sage ich jetzt so, dabei shoote ich allein im nächsten Monat drei Musikvideos – in real Life.

„Endlich kann ich auch meine elektronischen Geräte täglich meinem Look anpassen. Im Herzen bin ich natürlich ein Blue-Girl, eigentlich würfele ich in meinem eigenen Kleiderschrank aber alle Farben zusammen. In letzter Zeit tendiere ich auch zu Rot – gerade der rote Look aus der Kampagne war ein absoluter Killer.”

Im Video zu „Daisy” trägst du die neuen Powerbeats Pro, die in vier verschiedenen Farben erhältlich sind: Cloud Pink, Sonnengelb, Eisblau und Lavarot. Wäre es ein zu großes Klischee zu sagen, dass der blaue Look beim Videodreh dein Favorit war?
Nein, ich liebe den Look! Sie waren alle so cool. Brett Nelson, der Stylist, stellt auch viele Looks für Nicki Minaj und Doja Cat zusammen. Er ist eine absolute Ikone. Am Anfang schickte er mir die Zeichnungen für die vier Video-Looks und sie haben mir echt den Atem geraubt, schließlich waren sie alle maßangefertigt – so cool. Auch die Perücken waren Spezialanfertigungen. Mein Lieblingslook ist aber der Gelbe, bei den Haaren gefielen mir entweder Blau oder Pink am besten. Wobei, das pinke Outfit mochte ich auch…ach, ich kann mich nicht entscheiden, ich liebe sie alle! Es war auch sehr cool, einmal nicht bei meinem blauen Look bleiben zu müssen und farbtechnisch ein Risiko eingehen zu können.

Welche Ideen verbindest du mit den vier Farben? Würdest du die Powerbeats Pro zu verschiedenen Moods stylen?
Ich hab sie jetzt alle verfügbar – also stimme ich sie zum Beispiel gerne mal auf ein monochromes Outfit ab. Endlich kann ich auch meine elektronischen Geräte täglich meinem Look anpassen. Im Herzen bin ich natürlich ein Blue-Girl, eigentlich würfele ich in meinem eigenen Kleiderschrank aber alle Farben zusammen. In letzter Zeit tendiere ich auch zu Rot – gerade der rote Look aus der Kampagne war ein absoluter Killer.

Hat mich ein wenig an den Latex-Suit von Britney Spears im Video zu „Oops, I Did It Again!” erinnert. 
Oh mein Gott, was für ein Kompliment!

Vor kurzem hast du in einem Insta-Post vom Style deines 12-jährigen Ichs erzählt. Welche Musik lief in den Kopfhörern der 12-jährigen Ash auf dem Weg zur Schule?
Damals hab ich viel Paramore gehört, M.I.A., Gwen Stefani, Lil‘ Kim. Und Joan Jett!

„Ich hab mir meine Zukunft als die einer super sophisticated Person vorgestellt, wie eine Figur aus „Sex and The City”. (…) Gleichzeitig wollte ich aber auch eine Art „Pop-Punk Bad Bitch” sein – auf die greife ich heutzutage sicher öfter mal zurück.”

Klingt ziemlich vielseitig für die Schulzeit – was für Träume hattest du, als du diese Songs gehört hast? Hatten sie etwas mit dem zu tun, was jetzt für dich Realität ist?
Ja, ich wollte definitiv ein „Popstar” sein. Heute bin aber ziemlich weit weg von der Vorstellung, die ich damals hatte. Ich hab mir meine Zukunft als die einer super sophisticated Person vorgestellt, wie eine Figur aus „Sex and the City”. Heutzutage ist die Serie ja ziemlich problematisch und vermutlich nicht das Modell, auf dem man sein Leben basieren sollte. Gleichzeitig wollte ich aber auch eine Art „Pop-Punk Bad Bitch” sein – auf die greife ich heutzutage sicher öfter mal zurück. Meistens habe ich aber starke Stimmungsschwankungen; dann bin ich eher die Art Mensch, die im Bett liegt, Süßigkeiten isst und Animal Crossing spielt. Das ist die Realität: Ich heule am Set von Musikvideos, ich bin ein Chaos und mache gleichzeitig ich die coolsten Sachen, die ich schon immer machen wollte. Alles vermischt sich.

Thema Süßigkeiten im Bett – in deiner aktuellen Insta-Bio vergleichst du dich mit einer blauen Süßigkeit, die man stundenlang in der Tasche hatte und dann isst, obwohl sie klebrig-warm ist. Hast du solche special Assoziationen auch für die anderen Farben der Powerbeats Pro? 
Alle vier Farben sind ziemlich lebhaft, wie eben bei Süßigkeiten. In Gelb bin ich wie eine Hummel, in Rot eine Art Chili-Teufel und in Pink eine Art klebrig-süße Cyber-Göttin. Ein sexy Teletubby.

Eine Art Cyber-Göttin ist auch Grimes, mit der du für den Song „Cry” kollaboriert hast. Wie war die Zusammenarbeit? 
So ziemlich der Höhepunkt des Coronavirus – und sehr „à la 21. Jahrhundert”. Grimes hat mir auf Instagram gefolgt und meine erste Reaktion war: „Bitte arbeite mit mir!”. Dann haben wir über E-Mail und SMS weitergemacht. Für die Visuals  haben wir beide unseren kreativen Input gegeben und dann wurde daraus das, was es jetzt ist – ein verdammt cooles Video.

Für das Video zu „Daisy” wiederum arbeitet du und Beats by Dre mit TikTok zusammen und fügt mit der Regisseurin Charlotte Rutherford auch Submissions von Fans ein. Was hältst du davon, wenn sich Kunst „demokratisiert” und Fans wie Künstler mitarbeiten können, die vielleicht sonst nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen?
Als Artist bist du für deine Fans auf diese Art noch viel greifbarer. Etwas wie das aktuelle Album von Charli XCX, für das sie während der Quarantäne mit Fans über Zoom-Calls zusammengearbeitet hat, ist für mich dabei der Höhepunkt. Das fand ich ziemlich cool. Auch meine Fans sind unglaublich intelligente, kreative, weltoffene Menschen, mit denen ich gerne spreche und von denen ich mich inspirieren lasse – Menschen, die ich tatsächlich mag. Warum sollte ich sie also nicht am Video teilhaben lassen?

„Wir sollten aufhören, Menschen so zu idealisieren und stattdessen Supporter*innen mit auf die Reise nehmen und nahbar sein – eben nicht die super polierten, perfekten Künstler*innen. Die existieren nicht mehr.”

Natürlich! Es könnte ja nur die Frage aufkommen: Warum ist eigentlich Ashnikko der Popstar – und nicht ich? 
Letztendlich müssen wir unbedingt diese Vorstellung von „Celebrities” killen. Man kann einen Menschen nicht über andere stellen und so tun, als wäre er oder sie die größere Nummer, weil das einfach nicht der Fall ist. Das ist eher ganz schön ungesund.

Ich meinte auch weniger das Berühmtsein als vielmehr die künstlerischen Erfolge – für deine hast du ja trotzdem hart gearbeitet. 
Das habe ich auf jeden Fall! Aber wir sollten aufhören, Menschen so zu idealisieren und stattdessen Supporter*innen mit auf die Reise nehmen und nahbar sein – eben nicht diese super-polierten, perfekten Künstler*innen. Die existieren nicht mehr. Das können sie auch gar nicht, denn alles wird mikroskopisch untersucht und Fehler sowieso irgendwann entdeckt.

Besser also, wenn man die direkt nach außen trägt. 
Ganz genau. Ich bin ein Individuum mit ziemlich vielen Fehlern. Ich glaube, viele meiner Fans halten mich für eine über-selbstbewusste „Domina-Queen“, aber am Ende bin ich…einfach unglaublich gut darin, Charaktere und Figuren zu schaffen und mit meiner Musik Geschichten zu erzählen. Ich schaffe mir selbst Figuren und greife auf diese zurück, wenn ich einen Schub Selbstbewusstsein brauche. Und deshalb würde man bei mir eben glauben, ich wäre ausschließlich diese ständig selbstbewusste Ikone und müsste mich auch daran halten. Manchen Menschen geht das so: Sie haben das Gefühl, sie müssten unbedingt bei einem Archetypen von Künstler*in bleiben – dabei sind wir alle facettenreiche, komplexe und eben fehlerhafte Individuen.

Wenn wir schon davon sprechen, Stereotypen und Ziele zu verändern: In unserem letzten Interview hast du gesagt, in 10 Jahren würdest du gerne in einem Hobbit-Haus in der Natur leben und ein Musical geschrieben haben. Haben sich diese Ziele innerhalb der Quarantäne-Monate verändert?
Nein, das stimmt alles noch! Aber gut, dass du mich fragst, ich ändere meine Meinung nämlich ständig. Ich möchte definitiv in der Natur wohnen und meine Karrierewege ausbreiten. Ich möchte noch mehr Songs schreiben und schauen, wo mich das hinführt. Und ja, ich habe schon immer davon geträumt, ein Musical zu schreiben. Eigentlich will ich so viel machen, wie nur möglich und allen kreativen Output nutzen, den ich habe.

Danke, das wär’s von meiner Seite! Was machst du jetzt?
Spaghetti essen.

Noch mal ein Klassiker. Wenn wir uns dann das nächste Mal sprechen, werd‘ ich dich noch mal nach deinen Zielen fragen, und sehen, inwiefern sie sich geändert haben. 
Gerne. Hoffentlich sitze ich dann schon im Hobbit-Haus.

Die Powerbeats Pro In-Ear Kopfhörer von Beats by Dre gibt’s für ca. 250€ in den von Ashnikko präsentierten Farben Cloud Pink, Sonnengelb, Eisblau und Lavarot ab jetzt im Handel. Mit allen Farben lassen sich ca. 9 Stunden Musik hören, in Kombination mit Ladecase sogar mehr als 24 Stunden. Beide Ohrhörer verfügen über Lautstärke und Track-Regler, der spezielle H1-Chip erlaubt ein schnelles Pairing, das Wechseln zwischen iCloud-Geräten und die Freisprech-Funktion „Hey, Siri!”. Alle Kopfhörer liefern außerdem erstklassige Soundqualität und verfügen über verstellbare Ohrbügel und vier verschiedene Größen der Ohrstöpsel für optimalen Komfort. 

Fotos: Charlotte Rutherford
Styling & Kostümdesign: Brett Alan Nelson
Hair: 1.800.Chanel  
Nails: Eichi Matsunaga
Hair-Assistenz: Stephanie George
3D-Design: Felix Geen
Produktion: Creative Blood Agency

In Kooperation mit Beats by Dre.

Mehr digitale und musikalische Facetten findet ihr hier: 

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