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Wie Skateboarding ein Zuhause in Ghana fand, erzählt diese Geschichte

Innerhalb von fünf Jahren hat es die ghanaische Skateboarding-Szene auf den internationalen Radar geschafft. Wie es dazu kam und welche Rolle Designer Virgil Abloh dabei spielte, berichtet Insider*in Arinzechukwu Patrick in einem Auszug aus unserer Printausgabe Nr. 11.

Wenn von Skateboarding in Afrika die Rede ist, scheinen die meisten Menschen auf die ghanaische Szene fixiert zu sein. Große Medien haben den Aufstieg dokumentiert: CNN, BBC, Eurosport, It’s Nice That – wer auch immer einen Artikel geschrieben oder ein Foto gemacht hat, hat das Aufblühen gestärkt. Warum aber gerade Ghana? Was macht die dortige Skateboarding-Kultur so einzigartig? Klar geht es auch hier darum, sich mit einer Subkultur zu identifizieren, darum, den Coolness-Faktor nicht verpassen zu wollen, um Skateboarding als Sport zur Verbesserung der körperlichen und mentalen Gesundheit. In Ghana fungiert Skateboarding außerdem als Mittel zur Förderung von Tourismus. Aber was die Szene wirklich einzigartig macht, ist ihre Geschichte.

Erstes Bild: V.l.n.r.: Gnarly Smalls von „Kusami Troops”, Prince Naah (hält Grizzly Board) und Sarah (rechts) vom „Skate Gal Club” sitzen vor der Nationalgalerie in Accra, zweites Bild: Bei der zweiten Skate-Tour versuchen sich die Schüler der Akosombo Senior High zum ersten Mal auf dem Board, drittes Bild: Skateboarder*innen trainieren auf dem Platz des Ghana International Trade Fair Center. Jovita vom „Skate Gal Club”

Eine Reise zu den Anfängen der Skateboarding-Kultur in Ghana

Als Sandy Alibo eines Nachts in einem Vorort von Paris nach einem Ort zum Surfen googelt, taucht in den Suchergebnissen Busua, Ghana, als Traumziel vieler Surfer*innen auf. Sandy ist für ihre Entdeckungsreisen bekannt und beschließt, sich selbst ein Bild zu machen. Busua ist damals ein verlassener Strand mit Baracken, der einer Gruppe einheimischer Rastafari gehört. An diesem Ort, der sich mittlerweile in ein kleines Paradies auf Erden verwandelt hat, begegnet Sandy dem Surfer und Skater Jacob Arthur. Sie ist damals zwar, wie sie selbst sagt, sowohl beim Surfen als auch beim Skateboarding eine Anfängerin, koordiniert aber in Paris als Sponsoring-Managerin bereits 15 Boardsport-Athlet*innen und kennt sich innerhalb der westlichen Szene aus. Von Jacob erfährt Sandy mehr über die Szene in Ghana. Ihr wird bewusst, dass die Leidenschaft und der Wille der Ghanaer*innen vorhanden ist, aber nicht genug Boards und Zubehör zur Verfügung stehen.

Keine Wohltätigkeitsorganisation, sondern ein Kollektiv aus Locals

Um dieses Problem anzugehen, muss die Message, dass es in Ghana tatsächlich Skater*innen gibt, so schnell wie möglich verbreitet werden – Instagram und WhatsApp erweisen sich hier als die besten Mittel. Im Anschluss reist Sandy zurück nach Frankreich, sammelt, was fehlt, und kehrt mehrfach zurück nach Ghana, um die Boards zu verteilen. Mit der Zeit bildet sich ein Netzwerk von gleich gesinnten Skateboardenden, Surfenden und Künstler*innen. Das entstandene Kollektiv gründet „Surf Ghana“, eine Surf-, Skateschule und Safe Space für die Extremsport-Community des Landes. Das Projekt ist so großartig, weil das Kollektiv sich nicht als Wohltätigkeitsorganisation versteht, die fehlende Produkte in das Land liefert. Es geht vielmehr darum, die Leidenschaft zum Surfen und Skateboarding mit den Locals zu teilen. Doch auch in Ghana ist Skateboarding ein von Männern dominierter Sport. Neben „Surf Ghana“ ruft Sandy deshalb gemeinsam mit Kuukua Eshun den „Skate Gal Club“ ins Leben, um junge Frauen dazu zu ermuntern, sich an Skateboarding zu wagen.

Den vollständige Story zu Skating in Ghana könnt ihr in der aktuellen Ausgabe der NYLON nachlesen!Hier könnt ihr die Ausgabe online bestellen oder als E-Paper runterladen.

Text & Fotos: Arinzechukwu Patrick

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Nylon
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