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Diese Mode-Dokus sollte sich kein Fashion-Fan entgehen lassen

Mode ist eine sehr visuelle Angelegenheit. Da macht es umso mehr Sinn, über die spannendsten Entwicklungen aus der Fashion-Welt einen Film zu drehen, oder? Wir haben euch ein paar tolle Mode-Dokus zusammengestellt.

Titebild: Hintergrund/ Sior Photography via Unsplash, Screenshots aus „McQueen – Der Film” von Ian Bonhôte und Peter Ettedgui und „7 Days Out – CHANEL” via Sony Pictures/Netflix

Mode hat viele Geschichten aus mehreren Jahrzehnten zu erzählen. Ob ihr euch dabei nun mehr für die klassische Vogue oder die Ikone Alexander McQueen interessiert oder Schuhe bei euch über alles andere gehen: Es gibt einige gute Mode-Dokus, die wirklich sehenswert sind. Wir haben für alle Fashion-Fans fünf Dokus rausgepickt.

„Alexander McQueen” von Ian Bonhôte und Peter Ettedgui

Alexander McQueen ist nicht erst nach seinem Tod zu einer Legende der 2000er geworden. Den Höhepunkt seiner Karriere erlebte der in einem Londoner Arbeiterviertel aufgewachsene Designer mit seiner legendären „Plato’s Atlantis Show“. Hier schickte er seine Models das erste Mal mit seinen extravaganten Armadillo Shoes auf den Laufsteg – eine Ikone war geboren. Oder was seht ihr vor eurem inneren Auge, wenn ihr an die Schuhe von Lady Gaga denkt? Genau. Trotzdem wollten die beiden Regisseure mit McQueen eigentlich gar nicht im Feld der typischen Mode-Dokus spielen. „Wir haben einen Film über einen außergewöhnlichen Mann gemacht – der nun mal in der Mode arbeitete.“ Wir würden trotzdem behaupten, dass alle Fashion-Liebhaber unter euch mit dieser Doku definitiv auf ihre Kosten kommen. Schließlich lebte Alexander McQueen für die Mode – bis zu seinem tragischen Suizid am 11. Februar 2010.

„Alexander McQueen” ist ab morgen auf Amazon verfügbar. 

„7 Days Out: Chanel”

 

Die Frühjahr/Sommer 2018 Show von Chanel sollte eines der letzten Defilés sein, bei denen sich der legendäre Karl Lagerfeld persönlich verneigte. Im Februar diesen Jahres verstarb der Designer, nachdem er zuvor bei einer Modenschau aus „Müdigkeit” nicht mehr dabei war. Die erste Show nach seinem Tod sorgte für einen tränenreichen Abschied. Umso interessanter ist es, Karl bei einem seiner letzten großen Werke noch einmal in Action zu erleben. Die Reihe „7 Days Out“ auf Netflix besteht aber nicht komplett aus Mode-Dokus. Sie begleitet verschiedene der weltgrößten Events in der letzten Produktionswoche. Neben der Chanel-Show gehören auch eine Hundeausstellung, das Kentucky Derby oder das Verglühen einer NASA-Sonde zu den Episoden. Aber zurück zu den Fashion-Fans: Ein kleiner Schauer läuft schon über den Rücken, wenn Karl von seinem besonderen und unumstürzbaren Show-Konzept spricht. Ein spannendes Wiedersehen bleibt diese Doku trotzdem.

„7 Days Out“ ist auf Netflix verfügbar. 

„Tinker Hatfield: Schuhdesign” aus der Reihe „Abstrakt” auf Netflix

Ihr würdet euch selbst als SchuhfetischistIn bezeichnen? Dann solltet ihr diese Netflix-Doku auf keinen Fall verpassen. In dieser Folge aus der Reihe „Abstrakt” wird der Schuhdesigner Tinker Hatfield begleitet, der über sein Architektur- und Sportstudium zu seinem Job gekommen ist. Der US-Amerikaner machte einen riesigen Karrieresprung, der ihn schließlich zu Nike führte. Dort entwarf er die legendäre Air-Jordan-Serie. Ihr wollt im Shoe Game mitreden? Dann ran an den Laptop und ab zu Netflix.

Die Reihe Abstrakt ist mit deutschen Untertiteln auf Netflix verfügbar.

„The Future Of Fashion” mit Alexa Chung

Jetzt mal ehrlich: Wer liebt nicht den coolen Style von Alexa Chung? Im Februar zeigte sie den und seine feministische Botschaft bei einer viel besprochenen Show ihres Labels bei der London Fashion Week zeigte. Dazu kommt, dass das Model eine verdammt coole Aura hat. In der Dokumentation, produziert von der British Vogue, zieht  das „classic It-Girl” Chung mit ihrem durch die Straßen der Metropole New York, um dort alles über die Zukunft der Mode zu erfahren. Warum dieser Film wirklich unterhaltsam ist? Na, weil Alexa on top beruflich Moderatorin ist. Ka-Chung!

Die Doku The Future Of Fashion könnt ihr hier online anschauen.

„The Eye Has To Travel” von Lisa Immordino Vreeland

Die Regisseurin Lisa Immordino Vreeland ist die Ehefrau des Enkels einer der Fashion-Göttinnen überhaupt: Diana Vreeland. Allerdings haben nur die wenigsten die ehemalige Cherfredakteurin der US-Vogue auf dem Schirm. Das mag an der Zeit liegen, in der die Exil-New Yorkerin mit ihrem Talent die Industrie beeinflusst hat: Vreeland arbeitete um 1940 herum als Kolumnistin und Redakteurin für Harper’s Bazaar, bis sie 1963 ihren Job als Chefredakteurin der US-amerikanischen Vogue antrat. Nach ihrem dortigen Weggang übernahm sie 1971 die Modeleitung des Metropolitan Museum of Art. Was die gebürtige Pariserin, die 1989 in New York starb, ausmachte? Ihre urkomische, im positiven Sinne eigensinnige Art. Genau die macht auch Mode-Dokus wie diese so unterhaltsam. Besonders Spaß machen die Originalaufnahmen von Interviews mit Vreeland, in denen man sofort von ihrem unwiderstehlichem Charisma gefesselt wird.

„The Eye Has To Travel“ könnt zum Beispiel auf Amazon streamen. Außerdem gibt es die Geschichte von Diana Vreeland als Buch mit vielen Illustrationen und Original Zeitungsausschnitten.

Second Summer Of Love von Gucci x Frieze

Diese Doku-Reihe feiert in erster Linie das Jubiläum der Musikbewegung Acid House, eine lebendige Unterkategorie von House Music, die in den späten 80ern wie eine mächtige Welle durch England rollte. Sie übte einen großen Einfluss auf die internationale Musik- und Subkultur aus. Tagelang rebellierten britische Jugendliche tanzend mit Trillerpfeifen und Warnwesten auf abgelegenen Feldern gegen die damalige Regierung von Margaret Thatcher – so lang, bis die Sneaker durchgelatscht waren. Ob diese Jugendlichen sich Gucci leisten konnten? Ist zu bezweifeln. Trotzdem machen die Trailer dieser Mode-Dokus Spaß, was vermutlich an der tollen Mischung aus Lebensgefühl und ziemlich coolen Gucci-Klamotten liegt. Für die Reihe kooperiert Gucci mit dem Kunstportal Frieze und jungen Filmemachern wie Jeremy Deller (der den Film oben verantwortet), Josh Blaaberg und der queeren Video-Künstlerin Wu Tsang, die gleich einen ganzen Film namens „Into A Space Of Love” über die Bewegung gedreht hat.

Der Film Into A Space Of Love von Wu Tsang feierte bereits 2018 eine exklusive Premiere auf einem Frieze Event in New York. Wann der Film der breiten Öffentlichkeit gezeigt wird, ist noch nicht klar. Die Kurzfilme und Trailer der Kooperation findet ihr derzeit gesammelt unter frieze.com/gucci 

 

Nylon
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