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NYLON-Freundebuch: Hey Kiana Ledé

Ein weiteres Juwel aus den 90ern? Das Freundebuch. Bewaffnet mit Stickern, Füller und Tintenkiller gehörte es einfach zum guten Pre-Millenial-Ton, sich mit süßem Foto persönlich zu verewigen. NYLON hat das Format wieder aufleben lassen. Diesmal verrät uns R&B-Künstlerin Kiana Ledé unter anderem, warum Social Media für sie die neue Barbie ist.

Kiana Ledés Karriere im Rampenlicht startete bereits mit 14 Jahren. Sie gewann 2011 die amerikanische Talentshow „KIDZ Star USA Talent Search“ und wurde daraufhin bei RCA Records unter Vertrag genommen. Aus ihr sollte eine erfolgreiche Bubblegum-Popsängerin werden – doof nur, dass Kiana selbst da so gar keine Lust drauf hatte. Sie bewies daraufhin echtes Selfempowerment und ließ sich nicht verbiegen. Auch nicht, als sie daraufhin ihren Plattenvertrag verloren hat. Und das ist auch gut so: Die 22-Jährige macht heute nämlich die R&B Musik, die sie wirklich liebt, ist Toursupport für Superstars wie Jessie J und hat bereits in amerikanischen Erfolgsserien wie „Scream“ und „All About The Washigtons“ mitgespielt. Mit ihrer neuen EP „Myself“ macht sie klar, dass sie jetzt nur noch zuerst an sich selbst denkt: Selflove 💯!

Trägt Social Media dazu bei, dass es jetzt so schwer ist, sich nicht zu vergleichen?
Ja total, es ist ganz natürlich, dass man sich sofort vergleicht, sobald man auf Social Media unterwegs ist. Es ist auch ganz egal, ob man generell besonders schnell neidisch wird oder nicht. Es kommt aber auch ganz darauf an, in welchem Maß und wie man es nutzt. Es gibt Leute, die auch die Schattenseiten ihres Lebens posten: Zum Beispiel Bilder, die eben nicht aus dem perfekten Winkel geschossen sind. Das hilft schon total. So etwas finde ich viel authentischer.

Gerade sehr junge Leute belastet die „perfekte“ Social-Media-Welt schnell, weil sie eben nicht im Hinterkopf haben, dass alles bearbeitet ist. Würdest du trotzdem heutzutage gerne nochmal ein junger Teenie sein und wenn ja, warum?
Ja, weil es bedeuten würde, dass ich länger lebe und ich will niemals sterben. Mental ist es aber heutzutage schwerer ein Teenie zu sein, als vor 10 Jahren. Junge Menschen haben jetzt Vorbilder wie die Kardashians. Sie sehen so viel von ihnen online und wissen nicht, was real ist und was nicht. Sie wissen dann nur, sie wollen genau so aussehen. Wir hatten früher nur Barbies und Puppen. Ich habe mich damals überhaupt nicht schön gefühlt – bis ich die Bratz Puppen gesehen habe. Was früher Puppen waren, sind heute Instagram-Accounts. Alles ist gestellt und bearbeitet. Sie vermitteln den Eindruck, es gibt nur eine Version von Schönheit. Dieser Zugang zu Dingen, die eben eigentlich nicht real sind macht es für junge Teenies heutzutage schwerer.

Du hast vor kurzem die Single „Bruised not Broken“ mit Matoma und MNEK gelauncht. Mit welchem Star würdest du noch einmal gerne zusammenarbeiten?
Lizzo, ich liebe sie. Ich glaube unsere Messages sind ziemlich ähnlich: Humorvolle, sexual Selbstliebe.

Was wäre dein Traumjob, wenn du keine Musikerin wärst?
Wissenschaftlerin oder Biologin. Es sollte etwas mit Menschen oder Tieren zu tun haben.

Was war dein erster Star-Crush?
Usher. Ich hatte ein Poster von ihm direkt an der Decke über meinem Etagenbett. Sein Gesicht war einfach direkt an meinem (lacht).

Wie läuft dein perfektes erstes Date ab?
Es würde direkt einen ganzen Tag lang dauern. Zuerst gehen wir Kaffee trinken und Dunkin Donuts essen – Ich liebe die! Dann stöbern wir auf einen Flohmarkt und gehen direkt Mittagessen, weil ich dann auf jeden Fall schon wieder hungrig bin. Danach laufen wir am Strand herum und zocken Games in einer Spielhalle. Zuletzt gehen wir in ein Jumphouse.

 … und dein perfekter Samstagabend?
Alle meine Freunde probieren zusammen, ein neues Gericht zu kochen und spielen Brettspiele.

Was ist dein liebstes Merkmal an dir selbst?
Ich mag es, wie ich andere liebe. Meine Freunde sind quasi auch meine Familie. Ich sehe sie jeden Tag und arbeite mit ihnen zusammen. Ich rede mit ihnen über alles und gehe sehr liebevoll mit ihnen um.

Bitte beende diese Sätze, mit dem ersten Gedanken, der dir in den Sinn kommt:

Die wichtigste Person in meinem Leben ist… die bin ich selbst.

Meine Freunde sagen ich bin …. ein Cheerleader.

Ich bin verliebt in… mich selbst.

Ich glaube an … mich selbst.

Liebe bedeutet für mich… Respekt.

Ich bin eine starke Frau, weil… ich furchtlos bin.

Fotos: Katia Temkin

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Kristin Roloff
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