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Anhören! 17 Schwarze Musiker*innen, die ihr jetzt kennen solltet

Hier wird kein Genre ausgelassen: Von Glam-Country bis Retro-R&B zeigen hier 17 Schwarze Musiker*innen, was euren Playlists noch fehlt.

Februar ist Black History Month. Auch wenn der bald schon wieder vorüber ist, könnt ihr Schwarze Musiker*innen natürlich jederzeit anfeuern oder euch in sie und ihren Sound verlieben – zum Beispiel diese 17! Die Musik der folgennden Artists reicht von glamourösem Country (O.N.E. The Duo) über harten Punk-Rock (HO99O9) bis hin zu Retro-R&B (Joyce Wrice) und Lo-Fi-Bedroom-Pop (flowerovlove), ohne sich auf ein Genre festzulegen. Es gibt so gut wie keinen Stil oder Sound, der auf dieser Liste unberührt bleibt – also taucht ab in unsere Auswahl.

Bild: Annie Bery/Sandra Ebert/Nick Demarais/Danika Magedelena/Brian Ziff via NYLON.com

NIJA

Wer: Nija ist die Hitmacherin der Stars. Als Songwriterin hat sie für Ariana Grande („positions“), Lady Gaga („Rain On Me“), Cardi B („Ring“), Summer Walker („Come Thru“) und viele mehr geschrieben. Mit der Veröffentlichung ihres Debütprojekts „Don’t Say I Didn’t Warn You“ (2022) tritt sie ihre eigene Solo-Reise an.

Was: Nijas Sound ist eine geschmeidige Mischung aus Pop-Sensibilität und der Emotionalität warmen R&Bs, aber es sind ihre nüchternen Lyrics (und ihr sanftes Auftreten), die im Gedächtnis bleibt. Auf „Finesse“ lässt sie nicht mit sich spielen: „But I know it’s just finesse, finesse/ Always in my phone, soon as I move on“.  Im eingängigen „Beautiful Lies“ wiederum ist sie Master of the Game: „I might say the things that you wanna hear/ Talkin‘ nice in your ear“. So oder so, ihr Selbstvertrauen ist ansteckend.

What’s next? Noch unklar, aber solange ihr könnt „Don’t Say I Didn’t Warn You” streamen.

AMANDA REIFER

Wer: Die auf Barbados geborene Sängerin Amanda Reifer ist der jüngste und vielversprechende Star des Landes, der auf ein Crossover in den Mainstream hinarbeitet. Kürzlich wurde sie von Republic Records unter Vertrag genommen.

Was: Nachdem sie mit ihrem bouncy und opulenten 2020er-Song „Rich Bitch Juice“ für Aufsehen sorgte, hat sich Reifer mit ihrer ersten Single bei Republic als eine etabliert, die wir im Auge behalten müssen. „Bag” ist ein luftiger, tanzbarer Track mit einem tropischen Twist, der ihre klare Stimme hervorhebt.

What’s next? Neue Musik ist bald versprochen.

AI BENDR

Wer: Ai Bendr ist die 18-jährige aufstrebende Pop-Sängerin, die Gerüchten zufolge zu den Favorites von Hunter Schafer gehört. Ihr Song „Love Me Low“ kam in einer Folge vonEuphoria” vor.

Was: Bendrs zarter und gefühlvoller Gesang ist das, was in ihren Songs hervorsticht.n einem sanften Flüstern bis zum silbrigen Falsett auf dem klavierlastigen „Love Me Low“ und gelayert als warmer, harmonischer Refrain auf dem schwungvollen Track „Coffee“.

What’s next? Zuletzt hat sie die Single „I Never Learn“ veröffentlicht.

RACHEL CHINOURIRI

Wer: Rachel Chinouriri ist die aus London und Simbabwe stammende Alt-Pop-Sängerin, die 2018 mit der schlichten, feierlichen Gitarren-Ode „What Have I Ever Done“ und der langsam wachsenden Ballade „So My Darling“ auf der Bildfläche erschien.

Was: Obwohl sie ihr Debüt mit brodelnden, intimen Balladen machte, hat Chinouriri seitdem das Tempo beschleunigt. Ein Beispiel dafür ist der Upbeat-Track „Adrenaline“ und der funkige, auf Percussion fokussierte Song „Darker Place“. Rachels eindringliche Stimme, die wie ein Gespenst über all ihren Songs schwebt, bleibt inmitten alldem jedoch die verblüffende Konstante.

What’s next? Chinouriri hat kürzlich eine Akustikversion von „So My Darling“ veröffentlicht.

STAYSIE ATOMS

Wer: Die 22-jährige Staysie Atoms ist die exzentrische Rapperin aus Memphis, USA, deren chaotische und internetaffine Songtitel wie „i’m full of spite mane im too fucking petty“ schon länger in den Ecken von Soundcloud aufpoppen.

Was: Ungeniert und größtenteils spontan entstanden, fühlt sich Atoms‘ Musik an wie eine Meme-Seite in Audioform. Vielen ihrer Songs enthalten modifizierte, heliumartige Vocals und Texte wie „Don’t call me wifey cuz that sh*t is threatening (Ew)“.

What’s next? TBA, aber haltet auf ihrer sehr aktiven Soundcloud-Seite Ausschau nach neuen Releases.

KALI

Wer: Die aus Georgia stammende Kali ist eine Rapperin mit kühler Stimme, die bereits mit Künstlern wie City Girls, Latto, Rico Nasty und ATL Jacob zusammengearbeitet hat.

Was: Kalis größte Hits, „MMM MMM“ mit ATL Jacob aus dem Jahr 2021 und ihr Debütalbum „Do A Bitch“ haben sie mit ihrem heiseren, tiefen Flow und ihrer unbekümmerten Rap-Art bereits zu einer eigenständigen Stimme im ohnehin schon vollen Feld des Rap gemacht. „Talk to me nice or don’t speak at all“, befiehlt sie auf „Do A Bitch“ in eiskaltem Ton. Damit macht sie sich eine Energie zunutze, die wir für den Rest des Jahres kopieren werden.

What’s next? KALI wird als Opener von Lattos kommender „Monster Energy Outbreak”-Tour, die im März 2022 startet, durch die USA reisen.

O.N.E. THE DUO

Wer: O.N.E. The Duo, ein Mutter-Tochter-Country-Duo mit tiefen musikalischen Wurzeln, besteht aus Tekitha, die durch den Wu-Tang Clan bekannt wurde, und Prana Supreme Diggs (Tochter von RZA).

Was: Obwohl sie aus der Hip-Hop-Szene kommen, singen O.N.E. The Duo in Country- Tradition. Ihre neueste Single „Guilty“ ist eine skandalöse Geschichte über das Erschießen eines Mannes als Akt der Selbstverteidigung: „What’s a girl supposed to do/ When a man comes after you/ Push come to shove I won’t back down/ I was raised to stand my ground.“ Mit seinem schleichenden, subtilen Beat und den harmonierenden Stimmen der Beiden ist der Song eine glamouröse und aufregende Bereicherung des Genres.

What’s next? Vor kurzem haben sie ihre neueste Single veröffentlicht, eine Coverversion von „Ain’t No Sunshine“.

HO99O9

Wer: HO99O9 ist eine Punkband aus New Jersey, die aus den Mitgliedern theOGM, Eaddy und Brandon Pertzborn besteht. Seit sie 2014 mit ihren verrückten Liveshows auf sich aufmerksam machten, haben sich die Drei eine kleine Fangemeinde erspielt. Zuletzt arbeiteten sie mit Travis Barker an der 2022 veröffentlichten Single „Battery Not Included“.

Was: Die Musik von HO99O9 hat Vergleiche mit Death Grips, Black Flag, Bad Brains und anderen hervorgerufen: eine wütende, gewaltige Produktion und bissige Lyrics über die Macht der Straße und das Leben in einem Land voller Horror. Ihre von Barker produzierte Single ist ein dreiminütiger Rausch aus elektronischer Musik, krachenden Drums, einem melodischen Zwischenspiel und klagenden Texten – ein peitschender Mix, den ein YouTube-Kommentator als „den köstlichsten musikalischen Eintopf, den ich je probiert habe“ bezeichnet.

What’s next? Die Gruppe bereitet sich auf die Veröffentlichung ihres zweiten Albums vor, das für 2022 erwartet wird.

RAKIYAH

Wer: Rakiyah ist eine in Südkorea lebende R&B-Sängerin, die sowohl auf Koreanisch als auch auf Englisch singt und nebenbei noch Wissenschaftlerin für Raketentechnik ist.

Was: Die aus New Jersey stammende Sängerin veröffentlichte 2020 ihre erste englisch-koreanische Single „Like You“, ein wirbelnder, mitreißender Song über die Verliebtheit in einen neuen Crush. Seitdem hat sie 2021 ihre EP „Into The Cosmos” veröffentlicht, eine Reihe von vier romantischen und fluffigen Tracks, sowie eine weitere englisch-koreanische Single zusammen mit dem koreanischen Künstler J.cob. Aber egal, in welcher Sprache Rakiyah singt, ihre zarte Stimme klingt immer unübertroffen.

What’s next? Kürzlich veröffentlichte sie die neueste Single „1-800-MLKYWY“.

FANA HUES

Wer: Die Multi-Instrumentalistin und Sängerin Fana Hues aus Pasadena, USA, hat einen kometenhaften Aufstieg hingelegt, seit sie 2020 begann, Musik zu veröffentlichen. 2021 erhielt sie eine begehrte Rolle auf Tyler, The Creators Album „Call Me If You Get Lost”.

Was: Ihre sanfte Stimme ist im Hintergrund von Tylers „Sweet/I Thought You Wanted To Dance“ zu hören, doch in ihrer eigenen Musik ist sie die engelshafte Grundlage für eine strahlende Mischung aus Soul und R&B. In Songs wie „Breakfast“ und „Yellow“ ist ihr anpassungsfähiges Ich der Star, egal ob es sich um schmachtenden Blues oder jazzigen Sonntagmorgen-Soul handelt.

What’s next? Hues nächstes Album, „flora + fana”, erscheint am 25. März.

FLOWEROFLOVE

Wer: Trotz ihres jungen Alters hat die 16-jährige Südlondonerin in der Musik- und Modeindustrie bereits Wellen geschlagen. Sie lief auf der Pariser Modewoche und war in Kampagnen von Gucci und Pangaia zu sehen.

Was: Flowerovloves erste Singles bewegten sich im Bereich von Lo-Fi-Bedroom-Pop mit einfachen Synthesizer-Melodien und ihrem eigenen, sanften Gesang. In letzter Zeit aber wandte sie sich immer mehr improvisiertem Lo-Fi-Rock zu. Ihr bisher größter Song, „Malibu“ von 2021, war ein ganz anderer Sound: Ein träger, mit Trap unterlegter Hit über ihren schnelllebigen Lebensstil: „Double mag call to shoot/ Catch a flight I had to zoom/ My uncle on the phone/ With Naomi too.“

What’s next? TBA, aber ihre neueste Single „I Love This Song“ wird noch dieses Jahr veröffentlicht.

RINA MUSHONGA

Wer: Die niederländisch-simbabwische Musikerin Rina Mushonga bezeichnet sich selbst als „Weltbürgerin“ – dank einer nomadischen Kindheit, die sie nach Indien, in die Niederlande, nach Simbabwe und nun eben nach London führte. Ihre aufregende Mischung aus Dance, Dancehall und Afro-Beats ist ein Spiegelbild dieser Geschichte.

Was: Ausgestattet mit einer satten, „earthy” Stimme, die schon mit Tracy Chapman verglichen wurde, entfalten sich Mushongas Songs wie Skizzen, Verschmelzungen verschiedener Klänge und Beats, die klingen wie ein pulsierender Strudel von Erinnerungen. Ihr unvergesslicher Song To Be The Birds“ aus dem letzte Jahr ist ein Triumph des Widerstands, geschrieben im Zuge der 2020 Proteste rund um den Tod von George Floyd. Wie sein Titel fängt der Song diesen unerklärlichen Rausch des Aufbruchs ein.

What’s next? Noch unklar, aber Rina hat kürzlich die Single „Everything = Personal“ veröffentlicht.

UWADE

Wer: Die in Nigeria geborene und in New York lebende Singer-Songwriterin wurde zunächst von Fleet Foxes-Songwriter Robin Pecknold entdeckt und hat sich inzwischen zu einer eigenständigen Künstlerin entwickelt.

Was: Seit ihre verträumte Stimme das 2020er-Album „Shore” der Fleet Foxes eröffnete, hat Uwade ihren eigenen Song-Katalog mit einer wunderschönen Folk-Coverversion von „Lodarore“ (ein Song des Edo-Sängers Sir Victor Uwaifo) sonnigen Gitarrensongs und einem glitchy elektronischen Track namens „DoYou See The Light Around Me?“ aufgepeppt. All drei Songs heben ihre hypnotische Stimme hervor.

What’s next? In den USA tourt Uwade im März mit The Tallest Man On Earth.

INDII G

Wer: Indii G ist der Rapper aus Louisiana, dessen tagebuchartige Raps ihm Collabs mit Powfu und dem Houstoner Rapper SadBoyProlific eingebracht haben.

Was: Mit seinen klagenden Raps über sanften Melodien schreibt Indii G Songs über neue Liebe und das Auseinandergehen. Seine im Januar 2022 erschienene Single „Hampton“ deutet jedoch auf eine stilistische Entwicklung hin, da sein üblicher Lo-Fi-Sound durch üppige Orchesterinstrumente aufgetunet wird.

What’s next? TBA, aber die Single „Hampton“ ist kürzlich erschienen.

JOYCE WRICE

Wer: Macht euch bereit, mehr von Joyce Wrice zu hören, der bahnbrechenden Sängerin und Songwriterin aus Südkalifornien. Sie singt auch den Titelsong der Disney-Cartoonserie „Die Prouds”, die ab Ende Februar mit einem Revival zurück ist.

Was: Wrices honigsüße Stimme passt perfekt zu dem zurückhaltenden Pop-R&B-Sound, der ihr Debütalbum „Overgrown” aus dem Jahr 2021 durchzieht. Songs wie der Opener „Chandler“ und „Losing“ hätten auch in den 2000er-Jahren im Radio laufen können und sind voll von Wrices Tonfolgen und himmelhohen Falsettos.

What’s next? Im Frühjahr 2022 ist Wrice mit Lucky Daye auf Tour.

IVY SOLE

Wer: They aus Brooklyn und Charlotte stammende nicht-binäre Rapper*in Ivy Sole (sie verwendet im Englischen die Pronomen she/they) veröffentlicht seit 2016 Raps mit klaren Messages und hat kürzlich das neue Album „Candid” herausgebracht.

Was: Auf den 13 Tracks von „Candid” rappt Sole über Familie, Erbe, Gewalt, Angst und Gemeinschaft in einer dreiteiligen Erzählung, die die Liebesgeschichte ihrer Eltern und deren Auswirkungen auf Soles Leben erzählt. In allen Tracks wird Soles Identität als Rapper*in deutlich: geschickte, wortgewandte Verse und eine geradlinige Darbietung, die manchmal in cheeky kulturelle Referenzen verpackt wird, wie in „Call Me“, das mit einer  Interpolation von Lil Waynes „Lollipop“ beginnt.

What’s next? Soles aktuelles Album „Candid” ist bereits erschienen.

DETO BLACK

Wer: Die in Lagos, Nigeria lebende Rapperin und Model Deto Black ist die jüngste Künstlerin, die aus der lebhaften nigerianischen Alté-Szene hervorgegangen ist. Ihr musikalisches Debüt feierte sie 2020, als sie zusammen mit Amaarae und Gigi Atlantis den Track „Body Count“ des Alté-Stars Odunsi (The Engine) eröffnete.

Was: Seitdem hat Black ihren eigenen verspielten und gleichzeitig glamourösen Sound mit ihrer eingängigen Single „Brag“ aus dem Jahr 2021 gefestigt. Der Song ist ein „Bop” mit Haltung, in dem es darum geht, „too fly I don’t even need to try“ zu sein. Ihre EP „Yung Everything” aus demselben Jahr baute auf diesem Fundament auf und experimentierte mit Videospiel-Sounds und melodischeren Flows.

What’s next? TBA, Black hat aber kürzlich ein Duett mit dem Künstler Teezee aus Lagos aufgenommen. Der Track heißt „NOK’D“.

Text: Steffanee Wang // Bild: Annie Bery/Sandra Ebert/Nick Demarais/Danika Magedelena/Brian Ziff via NYLON.com

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