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Muslimische Mode & Trans-Outing von Runway-Model: Fashion News der Woche

Ein Outing liefert einen neuen Male-Model-Star, muslimische Mode erhält endlich mehr Spotlight und Amazon launcht Beauty-Produkte – all new everything in den Fashion News der Woche!

Haute Couture, Streetwear und Sportbekleidung: Diese Ausstellung zeigt zeitgeistige muslimische Mode

 

 

Kunstwerke: Wesaam Al-Badry, oben: „Al-Kouture: Valentino #X”; unten: (links) „Al-Kouture: Gucci #VII”, (rechts) „Al-Kouture: Chanel #VII”, alle 2017, zur Verfügung gestellt vom Künstler und der Jenkins Johnsons Gallery, San Francisco // über Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main

Dass Mode mehr ist als nur Kleidung, wissen wir längst – no need to mention. Wie sehr sie aber Ausdrucksmittel von Kultur und Religion sein kann, beweist nun die die Ausstellung „Contemporary Muslim Fashions”, die am 4. April im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main eröffnet. Und das ist wichtig, denn unser Bewusstsein für Modetrends abseits des westlichen „Hot Shits“ müssen wir schärfen. Gezeigt wird in der Ausstellung also aktuelle muslimische Mode aus aller Welt. Der Fokus liegt dabei auf dem Nahen Osten, Südostasien, Europa und den USA. Dafür beinhaltet der Rundgang circa 80 Ensembles von bereits etablierten und aufstrebenden Marken sowie Modefotografien und Laufstegvideos.

Mit dazu gehören auch die bunten Arbeiten von Wesaam Al-Badry. Der Künstler ist aus dem Irak nach Lincoln, Nebraska in die USA geflohen. In seinen Kunstwerken verarbeitet er den Zwiespalt zwischen Mittlerem Osten und der Mitte der USA. Al-Badry thematisiert Vorstellungen von Identität, Krieg und Islamfeindlichkeit und macht für seine Serie „Al-Kouture” Seidentücher berühmter Fashion-Brands zu Nikabs. Damit will er den Einfluss der Globalisierung und Möglichkeiten der Anpassung in einer polarisierten Welt symbolisieren. Aber nicht nur klassische Foto-Werke, auch Social Media Posts werden in die Ausstellung einbezogen, um die Vielfalt von Positionen in der muslimischen Welt darzustellen. „Contemporary Muslim Fashions” wird in Zusammenarbeit mit dem Fine Arts Museum in San Francisco organisiert, wo die Ausstellung bereits für ordentlich Gesprächsstoff sorgte. Beim deutschen Halt wird es aber hoffentlich weniger zum Gossip- als eher zum Learning-Effekt kommen. Oder wie viel wusstet ihr über muslimische Mode und ihre Trends? Ganz genau. Identität und Kultur bedeuten eben nicht nur Ideologie, it’s in fashion too, baby. Mehr zur Ausstellung erfahrt ihr hier.

The Real Me: High Fashion Model Nathan Westling outet sich als Transmann

 

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Auf seinem Instagram-Account gibt es bis jetzt erst ein Foto, das Nathan Westling so zeigt, wie er sich wirklich fühlt. Das erfolgreiche High Fashion Model hat sich in dieser Woche öffentlich als Transmann geoutet. In einem exklusiven Feature für CNN Style zeigt sich Nathan mit neuer Frisur und neuem Style – aber das sind nur Äußerlichkeiten. Zum ersten Mal präsentiert Nathan hier sein wahres Ich. Zuvor war er Fans und der gesamten Modebranche noch als Natalie Westling bekannt gewesen: Gefeiert und gebucht für androgyne Looks und lange, rote Locken lief Nathan auf internationalen Fashion Weeks für Prada, Chanel, Dior, Louis Vuitton, Versace oder Alexander McQueen. Seine Haare sind nun ein ganzes Stück kürzer und statt auf dem Runway finden wir Nathan eher in der Halfpipe. Das sagt auch sein Style: Auf den neuen Fotos inszeniert sich der 22-Jährige als klassisch maskuliner Skater-Boy inklusive Board, monochromen Looks und Karo-Hemden. Für Nathan ist aber die persönliche Entwicklung natürlich ebenso wichtig. „Ich spiele keine Rolle mehr und versuche nicht mehr, etwas zu sein, dass ich nicht bin”, sagt er gegenüber CNN. „Ich habe nicht mehr das Gefühl, in diesem komischen Stadium festzustecken, in dem ich zwischen den Stühlen stehen muss.” Und während Nathan nun seine wahre Identität erst recht entdeckt, haben ihm auch schon engste Designer-Kunden ihre zukünftige Unterstützung zugesichert. Ob er dann aber zu klassischen Runway- und Editorial-Jobs zurückkehrt, ist noch nicht klar. Fest steht schon mal: Die Male-Model-Branche hat einen neuen Star on the rise.

Ich bin dran: Raf Simons Collaborator Ruby Sterling launcht eigene Marke

 

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JUNE 2019. S.R. STUDIO. LA. CA. #SRSTUDIOLACA #SterlingRuby

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Irgendwann ist es auch als Designer Zeit, aus dem Schatten des Mentoren zu treten – wenn man denn will. Der Designer und Künstler Sterling Ruby scheint zu wollen – und launcht nach der Zusammenarbeit mit Design-Ikone Raf Simons ein eigenes Label namens S.R. STUDIO. LA. CA. Wie Dazed berichtete, soll die neue Brand Womens– und Menswear sowie Accessoires produzieren und Mitte Juni ihr Debüt feiern. Zu diesem Zeitpunkt wird Sterling Ruby auch einer von verschiedenen Gastdesignern bei der Mailänder Pitti Uomo SS20 sein. Auf der Messe präsentiert er zum ersten Mal seine eigene Kollektion. Mit Raf Simons hatte der Designer zuvor an den Sets für Shows wie die viel besprochene AW18 Kollektion (das Popcorn, People!) und an Simons eigener Marke gearbeitet. Auf dem Insta-Account von Rubys neuem Label finden sich bisher noch nicht viele Posts, die einen ersten Eindruck der neuen Entwürfe liefern könnten. Er sei aber vor allem von der Auswirkung von Kleidung auf unser Verhalten, Denken, unsere Gefühle und unsere Bewegung faziniert, sagte Ruby. Ob es deshalb eine ziemlich expressive Kollektion wird? Fast forward to June, please!

 

Robin Micha
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