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Coming-of-Age-Gefühle und Homophobie bei Tom Ford: Fashion News der Woche

In dieser Woche verschmelzen „verspielte 90er” in einer Coming-of-Age Kampagne mit dem roughen New York, ihr könnt Karl Lagerfelds letzte Designs gewinnen und Tom Ford hat es mit überraschend homophoben Followern zu tun: Die Fashion News der Woche.

Vans x Sandy Liang: Coming-Of-Age-Gefühle von der Lower East Side

Die neue Collab zwischen Sneakerbrand Vans und der New Yorker Designerin Sandy Liang ist von Gefühlen definiert. Damit sind aber nicht nur theoretische Emotionen gemeint, sondern auch Feels zum Anfassen. Fake-Fur, Velours, Gepardenprints aus Fleece, Metallketten oder Karo-Mix – bei ihren Sneaker-Designs hat sich Sandy Liang vor allem auf die Materialien konzentriert. So besteht ihre Version des „Slip-On Plattform” von Vans komplett aus Fake Fur, der „Era” kommt mit integriertem Fußkettchen und aufgenähten Charms. Liangs „Old Skool“ aus rosa Velours ist wiederum von der Couch aus ihrem Studio auf der Lower East Side inspiriert. Und auch der Apparel-Teil der Kollektion widmet sich der Base der Designerin. So zeigen ein Hoodie im Boyfriend-Fit oder ein Jumpsuit die Postleitzahl der Lower East Side als Stickerei. Wie versprochen sorgt die gesamte Kollektion neben Heimaterinnerungen aber für noch mehr Gefühle. Die Kampagnenbilder wirken wie Stills aus einem Coming-Of-Age Film, idealerweise mal wieder aus den 90ern. Das ist natürlich kein Zufall, sondern von Liang absolut absichtlich gewählt. „Die Kollektion kontrastiert die Verspieltheit der 90er und die Roughness New Yorks”, beschreibt die Designerin. Kein Wunder also, dass Metallketten hier auf Fake-Fur-Fluff treffen. Den Mix könnt ihr übrigens ab dem 21. Februar auf vans.de oder in ausgewählten Stores shoppen.

Gewinnt per exklusivem NYLON-Code: Karl Lagerfeld x The Woolmark Company

Ja, hier gibt’s was zu gewinnen. Ja, wir haben in wahrem Influencer-Style einen exklusiven Code für euch. Erst müsst ihr aber suchen! Okay, in unserem Fall jedenfalls zu Ende lesen. Die Suche nach allseits beliebten Gewinn-Codes ist nämlich das, was die neueste Kollaboration der Marken Karl Lagerfeld und The Woolmark Company vom klassischen Influencer-Benefit unterscheidet. Immerhin kam der legendäre Designer vor Jahrzehnten auch nicht „einfach so” mit The Woolmark Company zusammen. Karl Lagerfeld gewann 1954 den „Woolmark Prize“ für ein Manteldesign und legte damit den Grundstein für seine Karriere. Und um genau diese sowie das Leben Karls zu ehren, haben sich seine gleichnamige Marke und The Woolmark Company zusammengetan. Zentrum der Collab ist ein Strickset, aus dem sich Teile anfertigen lassen, die Lagerfeld selbst noch vor seinem Tod 2019 designt hat. Nun aber zu den Codes: Eben jene Sets könnt ihr nicht einfach kaufen, sondern nur gewinnen. Zwischen heute und dem 07. März werden genau 777 Sets an Gewinner*innen verschenkt. Dafür müsst ihr Codes sammeln, die übers Netz von Influencern und Medien zu Verfügung gestellt werden. Je mehr Codes ihr dann auf knitcarl.com eingebt, desto höher die Chance auf einen Gewinn. Und weil ihr diese Zeilen sicher gaaaaanz detailliert gelesen und nicht nur für den NYLON-Gewinn-Code überflogen habt, sollt ihr hier auch damit belohnt werden: KLWE7QRJ. Good luck!

Noch (an) zu fassen? Tom Ford Underwear und die homophoben Follower

 

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Seductive. Irresistible. Ravishing. TOM FORD Underwear. #TOMFORD #TFUNDERWEAR

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Wie sich die Followerschaft eines Insta-Accounts zusammensetzt, hat so manche schon vor Rätsel gestellt. In dieser Woche dürfte das jedenfalls beim Social-Media-Team von Tom Ford der Fall gewesen sein. Vor zwei Tagen veröffentlichte die Brand neue Kampagnenbilder ihrer Unterwäschelinie. Auf Instagram zeigt das erste Motiv dabei zwei Körper, die in normativen Sphären als männlich gelesen werden dürften. Sie kommen sich näher, kuscheln in Unterwäsche, Motiv fertig, alles normal. Für manche von Tom Fords Followern – und ein paar hobbylose Internet-Trolls – scheint das aber ein massives Problem. Sie kommentieren ihren Ekel unter dem Motiv, protestieren mit „Unfollowed!“-Kommentaren oder streuen eine Reihe von Kotz-Emojis. Das überrascht. Fords eigene Sexualität, die Verbindung von Mode und queerer Identität oder die (wirklich nicht neue) Verwendung von homoerotischen Motiven für Modekampagnen sind nur einige Gründe für eine solche Verwunderung. Beauty-Influencer Matt Bernstein unterstreicht die Diskrepanz in der Ford’schen Followerschaft noch einmal mehr, als er in einem Post die aktuellen Bilder und heterosexuelle Kampagnenmotiven gegenüberstellt. Unter letzterem Motiv finden sich positive Kommentare: Herzchenaugen, Kusssmileys. Unter dem Kuschelpost wiederum sind mittlerweile aber auch die negativen Kommentare nur noch schwerlich zu finden. Sie werden von solchen überlagert, in denen sich User über die Homophobie selbst aufregen. Gut  so – immerhin scheint das gerade das einzige Zeichen dafür, dass wir tatsächlich in 2020 leben.

Vom Straßenverkehr in den Alltag? Emoji-Jacke zeigt nonverbale Kommunikation

Vergesst Stimmungsringe, ab jetzt können wir auch per Jacke signalisieren, wie wir uns fühlen. Dabei ging es dem Autohersteller Ford bei der Erfindung der „Emoji-Jacke“ eigentlich um Sicherheit im Straßenverkehr. Das Unternehmen ließ die Jacke entwickeln, um Fahrradfahrer*innen vor teils tödlichen Unfällen zu schützen. Das Ganze funktioniert so: die Fahrradfahrer*innen schnallen sich eine kleine Fernbedienung um den Lenker, die mit einem lachenden und einem weinenden Smiley ausgestattet ist. Dazu kommen noch drei weitere Symbole: Richtungspfeile für rechts und links und ein Warnschild für Gefahr. Auf der Rückseite der Jacke befindet sich ein LED-Panel, in dem die Symbole bei Betätigung der Fernbedienung angezeigt werden. Viele Probleme im Straßenverkehr entstünden dadurch, dass die einzelnen Parteien nicht wüssten, was das Gegenüber als nächstes tut, so Ford. Die Emoji-Jacke soll Missverständnissen und den daraus resultierenden Unglücken als vorweg greifen. Ein Fashion-Statement ist die Ford-Jacke zwar (noch) nicht, zum Verkauf steht sie ohnehin aber gerade nicht. Was uns deshalb viel mehr beschäftigt: Wie vielen „sozialen Unfällen” könnten wir wohl entgehen, wenn demnächst unsere gesamte Kleidung per Emoji die Stimmung signalisieren würde? Wie viele Streits würden dadurch aber auch vielleicht entstehen? Am besten sprechen wir uns dazu in 10 Jahren wieder. Dann, wenn die Emoji-Jacke vermutlich längst im Alltag existiert – und wir ohnehin nur noch per Symbol kommunizieren.

World Earth Day: Joseph designt Tasche zusammen mit Non-Profit-Organisation

Der World Earth Day am 22. April ist noch eine ganze Weile hin. Das Label Joseph aber hat sich schon jetzt mit der Organisation „One Tree Planted“ zusammengetan, um für mehr Aufmerksamkeit rund um den Schutz von Bäumen zu sorgen. Dass dabei ein neues Produkt entstand, klingt erst einmal nicht besonders umweltfreundlich. Von der speziell für den Earth Day entworfenen „Sling“ Bag ließ Joseph aber lediglich 50 Stück produzieren, die ab März 2020 online und in einzelnen Stores verfügbar sein werden. 100% der Einnahmen gehen anschließend an One Tree Planted. Die Non-Profit-Organisation fokussiert sich weltweit auf die Wiederherstellung von Wäldern in Flutgebieten oder dort, wo Waldgebiete durch Brände zerstört wurden. 1.6 Milliarden Menschen würden allein dadurch mit Jobs versorgt und Artenvielfalt gefördert, indem 80% der Tier- und Pflanzenwelt in ihrem natürlichen Lebensraum existieren könnten, hieß es in einer Pressemitteilung. Die Sling-Bag besteht zu 100% aus Bio-Baumwolle und ist in zwei Größen erhältlich. Der World Earth Day wurde zum ersten Mal 1970 zelebriert und findet am 22. April heutzutage in mehr als 193 Ländern statt. Und auch, wenn das nun mal noch zwei Monate hin ist, nehmen wir uns ein Beispiel an Joseph und streichen den Tag schon mal im Kalender an – ganz papierfrei, versteht sich.

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Robin Micha
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