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Kenzo feat. Karen O: YO! MY SAINT

Im neuen Kunstprojekt beweist Kenzo wieder einmal Liebe zum Film – und haut mit Unterstützung von Yeah Yeah Yeah-Frontfrau Karen O. auch noch den passenden Soundtrack dazu raus. „YO! MY SAINT“ ist das Must-Watch für euer Wochenende.

Dass KENZO Film liebt, wissen wird. Wir denken da zum Beispiel an die legendäre Parfumwerbung von 2016. Oder an den Film „Cabiria, Charity, Chastity“ von Orange Is The New Black-Star Natasha Lyonne. Eine wichtige Rolle spielt bei diesen kleinen Meisterwerken auch immer die Musik. Und während im Parfum-Film noch harte Beats den Soundtrack lieferten, hat sich das französische Label für den neuen Film Indie-Queen Karen O. von den Yeah Yeah Yeahs ins Boot geholt.

Dank seiner musikalischen Unterstützung ist „YO! MY SAINT“ auch nicht einfach nur ein Modefilm, sondern ein dreischichtiges künstlerisches Projekt aus Musik, Film und Fashion. Nein, es sei nicht nur ein Song, ein Film, oder Kleidung. Vielmehr ist das Video ein Projekt, das ganz zufällig der Spring/Summer-Kollektion 2018 entsprungen ist. Das unterstreichen auch die Kampagnen-Bilder im Magazin-Layout, mit denen die Marke dafür sorgt, dass jeder Zuschauer die Identität der neuen Kollektion auch außerhalb von Bildschirm und Runway versteht.

Visuell orientiert sich der Film ein weiteres Mal an fernöstlichen Inspirationen. Die Storyline zeigt ein Fotoset in Vintage-Ästhetik. Eigentlich verläuft dort alles nach Plan: Der Fotograf bereitet sich auf seine Shots vor, das Model posiert, die Kamera klickt. Dann aber wandelt sich die Hauptdarstellerin vor der Kamera, eine Tarantel erscheint neben ihrem Kopf – und los geht’s in verwirrende, künstlerische Sphären. Wer das alles für eine kleine Halluzination hält, dem sei empfohlen, sich den 10-minütigen Film selbst anzuschauen. Dann hört Ihr nämlich auch Karen O.s gleichnamigen Indie-Song, der zuerst seicht mit tiefer Stimme anfängt – hier hört ihr übrigens Karens Musiker-Kollegen Michael Kiwanuka – und sich im Laufe des Films zu einem großen Finale steigert. Weil aber ein so sehr konzeptioniertes Werk einen Abschluss finden will, gibt’s am Ende dann doch wieder zarte Lullaby-Vibes, ganz wie wir es in der Schule gelernt haben: Anfang – Höhepunkt – Ende. Fazit: Bei derart vielen Bildeindrücken ist so eine klassische Dramastruktur vielleicht gar nicht mal so schlecht.

Eingefangen hat das Ganze Regisseurin Ana Lily Amirpour aus dem Iran, die schon für ihren skurrilen Vampir-Film „A Girl Walks Home Alone At Night“ gefeiert wurde. Aber auch die KENZO-Chefdesigner Humberto Leon und Carol Lim haben im Film ihre Finger mit im Spiel. Da wundert das asiatische Thema wenig – schließlich haben sie auch mit ihrer all-Asian Runway-Show ein bedeutendes kulturelles Zeichen gesetzt. Bei „YO! MY SAINT“ schätzen sie aber vor allem die Zusammenarbeit von Musikerin Karen und Regisseurin Ana Lily:

 

“Humberto und ich sind zwar technisch gesehen die Produzenten”, erklärt Carol, “aber das Schöne daran ist, dass zwei Frauen sich entschieden haben, diesen Film gemeinsam zu machen. Es ist eine erstaunliche künstlerische Arbeit und ein Gespräch zwischen zwei Frauen. Einer Musikerin und einer Regisseurin. Das war der Ausgangspunkt. Wir sind so aufgeregt, dass es endlich veröffentlicht wird.”

 

Robin Micha
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