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Woran ihr merkt, dass eine Beziehung vorbei ist…

Und warum der Satz: „Es liegt nicht an dir, sondern an mir…“ zwar scheiße klingt, aber eigentlich doch sehr wahr ist.

Text: Hayden Manders

Beziehungen bedeuten Arbeit. Sie machen uns überglücklich und furchtbar stur, denn Menschen sind nun mal überglücklich und furchtbar stur. Einfach gesprochen: Beziehungen sind komplex, weil wir Menschen so sind. Sie bedeuten Kommunikation, Menschlichkeit und Verletzlichkeit. Und natürlich ist Vertrauen unabdingbar. Doch auch der Wandel ist Teil des Plans – und dabei kann im schlimmsten Fall alles irgendwann auseinander brechen. Wenn eine Beziehung zur lästigen Pflicht mutiert, ist es an der Zeit, sie in Frage zu stellen. Beziehungen sollten eure guten Seiten offenbaren und zulassen und ihr solltet wirklich genau dort hingehören wollen, wo ihr seid.

Andrea Syrtash, Beziehungsexpertin und Autorin des Buches ‚He’s just not your Type (und das ist gut so)’ sagt: „Dass eine Beziehung vorbei ist, äußert sich auch darin, dass jede Entschuldigung, nicht mit dem Partner zu sprechen oder mit ihm Zeit zu verbringen, gut genug ist.“ Wenn ihr euch irgendwie unausgeglichen fühlt, könnte auch das ein Zeichen dafür sein, dass es aus ist.

Natürlich, Beziehungen bedeuten Arbeit, aber laut Syrtash, sollte diese Arbeit nicht zu einer Anstrengung werden. Und klar gibt es auch unglückliche Augenblicke. Zeit die weiße Flagge zu hissen wird es dann, wenn ihr realisiert, dass ihre eure Zeit besser anders investieren solltet. Syrtashs empfohlene Nagelprobe für eine gesunde Beziehung ist ganz einfach: „Fragt euch, ob ihr euch tendenziell eher besser oder schlechter fühlt, wenn ihr Zeit mit eurem Partner verbracht habt.“ Der nächste Schritt, der auf eine ‚Ja’- oder ‚Nein’-Antwort folgt ist einfach: Sprecht darüber. Wenn die Antwort ‚Nein’ lautet, solltet ihr nämlich so schnell wie möglich das Gespräch suchen. Es ist unfair, euren Partner länger hinzuhalten, wenn ihr es nicht mehr fühlt. „Anders als andere Dinge in einer Beziehung kann Schlussmachen eine sehr einseitige Angelegenheit sein“, so Syrtash weiter. Der einzige Weg, um ein solches Gespräch richtig anzugehen, ist es, ehrlich zu sein, ohne euren Partner dabei zutiefst zu verletzen. Syrtash empfiehlt, etwas zu sagen wie: „Ich finde nicht, dass wir das Beste ineinander hervorbringen“, oder „Es scheint nicht so, dass wir Ansichten haben oder Ziele verfolgen, die deckungsgleich sind.“ Das schafft Raum, wichtige Fragen zu beantworten, ohne dass der Partner nicht über die mitunter beschönigenden Formulierungen, die in einem solchen Gespräch oft fallen, nachgrübeln muss.

Und wie steht es nun mit der ganzen ‚Wenn du jemanden liebst, lass’ los’-Annahme? Sie ist ein bisschen banal, gibt aber gleichzeitig Hoffnung. Es bedeutet: „Ich mache mir Gedanken um dich und ich möchte dich nicht dadurch verletzen, dass wir einfach weitermachen.“ Syrtash findet den Gedanken vor allem deshalb nachvollziehbar, weil er Fairness bedeutet. Aber er sollte nicht zu dem Zweck missbraucht werden, herauszufinden, wie sehr der Partner sich zur Beziehung bekennt. Damit wiederum würde die Basis für Vertrauen und Respekt in Frage gestellt, die entweder existiert oder sich in einer Weise verändert hat, die euch einfach nicht mehr gut tut. Eine Beziehung ist dann vorbei, wenn das Fundament nicht mehr stabil genug ist, um euch oder eurem Partner Halt und ein gutes Gefühl zu geben.

Es ist eine Erkenntnis voller Schuldgefühle und Bedauern, aber sie bringt auch den Kick der Klarheit mit sich. Was ihr nicht vergessen solltet: Das ist alles ganz normal. Respektiert euch selbst, indem ihr wirklich ehrlich zu euch seid. Und dann, geht denn nächsten Schritt und seid aufrichtig zu eurem Partner… que sera, sera.

Nylon
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