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Wie ihr besser Geld sparen könnt…

Wir wissen, es ist eigentlich erst Anfang des Monats. Aber wir wissen auch, wie es da manchmal schon auf unserem Konto aussieht… 😩

Text: Hafeezah Nazim // Illustration: Mona Dessaul

Während es um so ziemlich alles viel Lärm gibt, was wir Millennials tun (zum Beispiel von Zimmerpflanzen besessen sein, liebend gerne Rosé trinken oder uns ständig fragen, was erwachsen sein bedeutet), scheint es doch um ein Thema das meiste Gerede zu geben: Darüber, wie wir mit unserem Geld umgehen – was normalerweise ziemlich weit entfernt von einem Sparbuch anzutreffen ist. Aber sparen ist als junger Mensch nun mal selten einfach. Besonders dann nicht, wenn ihr in einer großen, teuren Stadt wohnt, wie es Millennials vorzugsweise tun.

Sparen ist jedoch nicht nur schwer, es fühlt sich auch schwer an – schließlich haben nur wenige von uns die Mittel oder das Wissen darüber, wie man es richtig anstellt. Und doch ist es notwendig, um ein funktionsfähiger Erwachsener zu sein. Wir baten Erin Lowry, Autorin des Buches „Broke Millennial“, um die wichtigsten Infos in Sachen Ersparnisse für die Zukunft.

Im Interview erfahrt ihr, wie ihr eure Finanzen zusammenhalten könnt, ohne zu einem spaßbefreiten Etwas zu mutieren. Spoiler-Alarm: Es ist viel einfacher als ihr denkt.

Was machen Ihrer Erfahrung nach Millennials im Umgang mit Geld am meisten falsch?
Dass sie entweder nicht sparen können oder keinen Sinn im Sparen sehen, weil es nie genug sein wird. Ich kann verstehen, weshalb es sich sinnlos anfühlt, eine kleine Summe zurückzulegen, die sich nicht binnen kürzester Zeit vergrößert. Einsparungen von 10 Euro pro Monat bedeuten nur 120 Euro in einem Jahr. Aber es ist wichtig, diese Gewohnheit langsam aufzubauen.

Können Millennials Spaß am Sparen haben?
Spaß mag niemals der richtige Maßstab sein, um übers Sparen nachzudenken. Es geht weniger um Spaß, sondern mehr um die bewusste Entscheidung, das Ausgabeverhalten in der Gegenwart zu zügeln, damit man in Zukunft nicht so hart oder so lange arbeiten muss. Oder wir könnten uns auf Rücklagen für ein kurzfristiges Ziel konzentrieren, etwa um Schulden zu bezahlen oder zu verreisen. Anstatt darüber nachzudenken, was man heute verpasst hat, sollte man lieber überlegen, was man gewinnt, wenn man sich gegen ein teures Teil entscheidet. Eine einfache Möglichkeit, sich frühzeitig zu motivieren, ist, Ersparnissen einen Spitznamen zu geben. Sprich: Wann immer man sich ins Konto einloggt, sieht man den genauen Zweck für dieses Geld. Vielleicht ist es „Neues Auto Juni 2018″ oder „Sechs Monate Notfall-Fonds” oder „Paris-Trip November 2019.” Was auch immer man wählt, man sollte es so genau wie möglich benennen. Man kann auch das Sparkonto auf einer anderen Bank haben als das Girokonto. Dann gerät man nicht in Versuchung, jedes Mal ein wenig davon abzuzweigen, wenn der Girokontostand sich mal wieder zu niedrig anfühlt und man sich etwas Schönes leisten will.

Wie können Schüler anfangen zu sparen? Wie Studenten oder Absolventen?
In jedem Alter sollte man auf zwei Arten beginnen: Erstens, sich ein realistisches Ziel setzen und zweitens, Geld aus jedem Gehalt automatisch in die Ersparnisse einfließen lassen. Man muss es tun, und sei die Summe noch so erbärmlich klein! Umsetzbare Ziele sind wichtig, weil sie spezifisch sind und es einfacher machen, zum Ursprungsplan zurückzukehren. Zu sagen „Ich möchte sparen”, ist nicht annähernd so hilfreich wie: „Ich möchte in diesem Jahr 2.000 Euro sparen.” Dann weiß man: „Um in diesem Jahr 2.000 Euro zu sparen, muss ich 203,33 Euro pro Monat beiseite legen.” Spezifische Hilfestellungen ermutigen dazu, tatsächlich auf das Ziel hinzuarbeiten.

Wie geht Ihr Buch „Broke Millennial“ dieses Thema an? Welche Tipps können die Leser darin finden?
Es bringt ein ganzes Kapitel dafür auf, verschiedene Sparstrategien, Konten und Wege vorzustellen, wie man aufhört, sein eigener schlimmster Feind zu sein. Aber für die eigentlichen Tipps muss man natürlich das Buch kaufen!

Was raten Sie jungen Erwachsenen und Teenagern, die zwar sparen wollen, jedoch das Gefühl haben, es nicht zu können, weil es zu schwer erscheinen mag?
Entscheidend ist, Gewohnheiten aufzubauen. Man sollte sich mit der Menge, die man sparen will, nicht selbst so unter Druck setzen. Auch wenn man sich nur 5 Euro pro Gehaltszahlung leisten kann: Legt euch diesen Betrag beiseite! Vielleicht hat man das Gefühl, dass es sinnlos ist, nur einen so kleinen Teil zu sparen. Und natürlich bauen 5 Euro Ihre Ersparnisse nicht rasend schnell auf. Aber es bildet die Grundlage, um ein Leben lang Geld zu sparen. Es bedeutet, dass man nicht damit ringen wird, die Verhaltensweisen zu ändern, wenn man mehr verdient und weniger Schulden hat. Eine Verschiebung des gewohnten Lifestyles ist viel schwieriger. Also tut eurem zukünftigen Ich einen Gefallen, und beginnt schon heute mit eurer neuen Gewohnheit.

Corinna Siepenkort
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