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Diese Achtsamkeitsrituale machen euch fit fürs neue Jahr

Zeit, 2017 hinter euch zu lassen: Hier kommt euer Leitfaden, um das neue Jahr als die beste Version eurer Selbst zu starten.

Text: Jenna Igneri

Von gesellschaftlichen Ereignissen wie der #MeToo-Bewegung bis zu Naturkatastrophen: Auf das Jahr 2017 blicken viele mit negativen Gefühlen zurück. Ob ihr nun direkt betroffen ward oder nicht – vermutlich habt auch ihr die Auswirkungen in irgendeiner Weise zu spüren bekommen.  Jetzt, wo sich das Jahr endlich dem Ende neigt, ist es an der Zeit, einen Schritt zurück zu treten und besonders achtsam mit uns selbst zu sein. Schließlich wollen wir  in guter Stimmung in neue Jahr starten, oder? Klar, die Feiertage können hektisch sein, aber sie bringen auch ein paar weniger To Dos für Schule, Uni oder Job mit sich, vielleicht einige freie Tage und ein bisschen mehr Zeit für euch selbst. Mit anderen Worten: Es gibt keine bessere Zeit für Achtsamkeit uns selbst gegenüber.  Wir haben verschiedene Experten nach ihren ganz persönlichen Achtsamkeitsritualen gefragt, mit denen sie sich aufs neue Jahr vorbereiten. Diese sollen nicht nur helfen, uns vom heimtückischen 2017 zu verabschieden, sondern uns auch auf ein leichteres und vielleicht sogar schöneres 2018 vorbereiten.

Feuerritual

Ein neues Jahr liegt vor uns, und es ist Zeit, mit der Vergangenheit abzuschließen. „Wenn wir loslassen, was uns nicht mehr dienlich ist, schaffen wir Raum für das, was wir in unserem Leben wollen“, sagt Tina Bornstein von „Tony & Tina Vibration Remedies“. Und wie machen wir das? Mit einem richtig schönen Feuer!

Was ihr braucht: Zwei Schüsseln, einen Stift und Papier, Streichhölzer oder ein Feuerzeug

So geht’s: Vor allem müsst ihr sehr vorsichtig sein, da von diesem Ritual eine potentielle Feuergefahr ausgeht. Sucht euch einen Platz in eurem Zuhause oder (am besten) im Freien, wo nichts Brennbares in der Nähe ist.  Stellt beide Schalen vor euch auf – die eine ist zur Freilassung, die andere zur Verkündung. Schreibt drei Dinge auf das Blatt Papier, die ihr loslassen wollt. „Lest es laut vor und zündet es dann über der freisetzenden Schüssel an. Lasst es in der Schüssel brennen, bis nur noch Asche übrig bleibt. Ihr könnt jede Erklärung einzeln verbrennen oder alle gleichzeitig“, erklärt Bornstein. Als Nächstes schreibt ihr auf einem neuen Blatt drei Dinge auf, die ihr in euer Leben holen wollt. Wiederholt den Vorgang, indem ihr auch dieses Papier anzündet und es in der anderen Schüssel abbrennen lasst.  Wenn ihr damit fertig seid, nehmt beide Schüsseln mit nach draußen. Lasst zunächst die Asche aus der ersten Schale in den Wind wehen und macht euch bewusst, dass ihr alles loslasst, was ihr aufgeschrieben habt. Dann wiederholt das Ganze mit der zweiten Schüssel und macht euch klar, dass ihr in Schwingung seid mit dem, was ihr in euer Leben holen wollt.  „Vertraut darauf, dass ihr jetzt freigegeben habt, was euch nicht dient und dass ihr dem Universum erklärt habt, was ihr stattdessen wollt. Und ihr werdet tatsächlich das anziehen, was ihr wollt“, sagt Bornstein.

Erdungsritual

Für viele von uns gibt es Dinge, die wir zurücklassen wollen – sei es ein negativer Gedanke oder eine schlechte Angewohnheit. Cheryl Rafuse von „HausWitch“ verrät ein einfaches Ritual, das uns helfen kann, positiv zu bleiben – vor allem, wenn wir das Jahr abschließen. „Vielleicht habt ihr in 2017 besonders viel geraucht oder an schädlichen Beziehungen festgehalten. Sich von Situationen fernzuhalten, die schlechte Angewohnheiten auslösen, ist wichtig, um auf sich selbst zu achten“, sagt sie. Manchmal klappt das jedoch nicht – und dann kommt Folgendes ins Spiel.

Was ihr braucht: Einen Kristall, einen Stein oder ein Schmuckstück, das sich für euch gut anfühlt

So geht’s: Sucht euch einen ruhigen Ort und fokussiert eure Energie auf den ausgewählten Gegenstand. „Versucht, eure Ruhe und Entspannung darauf zu übertragen“, erklärt Rafuse. Jedes Mal, wenn euch die schlechte Angewohnheit überkommt, könnt ihr diesen Gegenstand benutzen, um euch wegzuleiten. Es hilft euch, auch in schwierigen oder verlockenden Situationen geerdet zu bleiben.

Ordnungsritual

Manchmal ist nichts therapeutischer und beruhigender als aufzuräumen – und das fängt bei den Klamotten in unseren Schränken an. Das Entrümpeln unseres Kleiderschranks kann jedoch noch viel tiefer gehen als bloß aufzuräumen, wie Ruby Warrington, Gründerin von „The Numinoing“, einem Online-Magazin für spirituelle Schwingungen, und Autorin von „Material Girl, Mystical World“ erklärt.  „Das Ende des Jahres ist eine großartige Zeit, um darüber nachzudenken, wie die Erfahrungen der vergangenen zwölf Monate dich geformt haben – die Person, die du warst und die du geworden bist – was sich in deinem Kleiderschrank widerspiegelt“, sagt sie. „Unsere Kleidung ist eine Reflektion der Person, die wir glauben zu sein. Und an Dingen festzuhalten, aus denen wir im metaphorischen und physischen Sinne herausgewachsen sind, kann den Fluss neuer Energie in unserem Leben blockieren.“  Warrington schlägt vor, sich die Zeit für eine rituelle Schrankentrümpelung zu nehmen.

Was ihr braucht: Papier und Stift

So geht’s: Schaltet zunächst euer Telefon aus und beginnt mit einer schnellen Meditation, damit ihr euch fokussieren könnt. Dann schreibt drei Wörter auf, um die stärkste Version eurer selbst zu beschreiben, und platziert Sie irgendwo, wo ihr sie sehen könnt.  Jetzt kommt der lustige Teil: Öffnet euren Schrank und holt alles heraus, von dem ihr nicht komplett überzeugt seid. „Versucht nicht logisch vorzugehen – ‚Ich habe dieses Teil so und so lange nicht getragen’ – sondern folgt eurer Intuition und zieht das heraus, was sich nicht mehr so ​​anfühlt, als hätte es einen Platz in eurem Leben. Ohne es anzuprobieren, nehmt jedes Teil der Reihe nach in die Hand und stellt euch vor, wie ihr es tragt. Schließt die Augen. Wie fühlt es sich auf eurem Körper an? Leicht und gut? Dann behaltet es. Eng und eingeschränkt? Weg damit!“ Als zusätzliche Hilfe könnt ihr euch auch mit allen Klamotten, bei denen ihr unsicher seid, an die drei Wörter wenden, die ihr aufgeschrieben habt. Die Sachen, die ihr behaltet, sollten mit der stärksten Version eurer selbst mithalten können.  Die Klamotten, die rausfliegen, könnt ihr verschenken oder spenden. „Eure aussortierten Sachen könnten einer anderen Person helfen, diejenige zu werden, die sie sein will“, erinnert uns Warrington.

 

Atemmeditation

Manchmal braucht es nur einen Moment des Friedens und der Stille, um uns wieder neu zu orientieren und auszurichten. Zwei der gebräuchlichsten und beliebtesten Formen der Achtsamkeit sind Meditation und Atemarbeit. Eine Methode zu finden, die sich auf beides konzentriert, ist ein idealer Weg, um zu entspannen, loszulassen und sich wieder in Einklang zu bringen. Ob fünf Minuten oder eine halbe Stunde: Alles hilft.  Sah D’Simone, Transformations-Coach und Meditationslehrer, kombiniert beides in seiner 21-minütigen „Healing-Breath-Meditation“ – eine geführte Meditation, die ihr herunterladen und abspielen könnt, wann immer ihr einen Moment der Ruhe braucht. Während dieser speziellen Meditation gewöhnt sich der Körper an fünf einheitliche Atemzüge pro Minute, die dem Gehirn „die Nachricht senden, dass alles gut ist“ und kann sich so auf die Selbstheilung von Geist, Körper und Seele konzentrieren. Laut D’Simone gibt es nichts, was diese Methode nicht kann – von der gleichzeitigen Beruhigung und Energieversorgung des Gehirns über die Erhöhung der Aufmerksamkeit und Stärkung des Immunsystems bis zur Reduzierung von Stress, Angst, Depression und mehr.

Was ihr braucht:Euch selbst und einen ruhigen, komfortablen Raum

So geht’s: D’Simone empfiehlt, euch entweder hinzusetzen oder hinzulegen (je nachdem, was angenehmer für euch ist) und den einfachen, aber kraftvollen Anweisungen zu folgen, die während der Meditation gesprochen werden. Hier könnt ihr die vollständige geführte Meditation herunterladen.

Die eigene Geschichte erzählen

Auch wenn die #MeToo-Bewegung noch immer stark ist und Menschen auf der ganzen Welt die Kraft gibt, ihre Täter zu outen und ihre ganz persönliche Geschichte zu erzählen, kann es für uns alle schwer sein. Vor allem für diejenigen, die nicht unbedingt bereit sind, sich zu öffnen.  Alexandra Roxo, Transformations-Mentorin, Heilerin und Gründerin des „Moon Club“ verrät uns ihr Storytelling-Ritual als ihre bevorzugte Medizin und Therapie, die ein großer Schritt sein kann, um uns von vergangenen Vorfällen zu heilen: „Bei vielen von uns kam nach der Wahl des [US]-Präsidenten wieder ihre alte posttraumatische Belastungsstörung zum Vorschein. Ergänzt all die anderen Männer aus Hollywood und der Politik, [die geoutet wurden], und es war eine harte Zeit für jede Frau, die sexuelle Übergriffe, versuchte Übergriffe oder Belästigungen erlitten hat. Es löst etwas tief in einem aus, und man weiß vielleicht nicht, warum man verärgert ist, bis man versteht: ‚Oh, ich bin wegen unseres Präsidenten in einer Trauma-Reaktion! Oder Harvey Weinstein!’ Also habe ich ein Ritual für sexuelle Heilung zum Ende des Jahres entworfen. Der Zweck ist, all die Schmerzen loszulassen, die rund um Sex und Belästigung in diesem Jahr entstanden sind.“

Was ihr braucht: Eure Stimme, Stift und Papier, eine Kerze, ein Kristall, eine zusammengestellte Playlist

So geht’s: Dieses Ritual kann sowohl alleine als auch in Gruppen durchgeführt werden, am besten während des abnehmenden Monds oder Neumonds. Wenn ihr allein seid, fangt an, indem ihr eine Kerze anzündet, den Raum vorbereitet und eure liebste ruhige oder meditative Musik auflegt. „Das kann so dunkel oder emo sein wie ihr wollt“, sagt Roxo. Sie rät ebenfalls, das Telefon auszuschalten, um Ablenkungen zu vermeiden.  Nehmt Stift und Papier und verbringt 30 Minuten damit, all die Momente aufzuschreiben, in denen ihr euch sexuell belästigt gefühlt habt oder mit sexuellen Traumata kämpfen musstet. Dann verbrennt das Papier vorsichtig (sie empfiehlt über einer mit Wasser gefüllten Metallschüssel). Anschließend schlägt sie vor, euer Lieblingslied aufzulegen und eure Gefühle rauszulassen. „Schüttelt alles ab, schreit oder weint, wenn nötig!“ Ihr könnt auch euren Computer verwenden. Aber stellt das WLAN ab, um nicht abgelenkt zu werden, und bewahrt das Dokument an einem sicheren Ort auf, da es sehr persönlich ist.  Euch ist mehr nach einer Gruppe? Dann ladet fünf oder mehr Freunde ein, bei denen ihr sicher sein könnt, dass eure Geschichten vertraulich bleiben.

Lasst den Kristall rumgehen, während jede Person im Kreis ihre Geschichte erzählt. Es ist wichtig, dass, während jede Person spricht, die anderen nur zuhören – keine Reaktionen oder Umarmungen während der Geschichte. „[Diese Person] hat gerade einen Moment des Loslassens, und es ist wichtig, dass wir das respektieren“, sagt Roxo. „Aber habt ein paar Kerzen angezündet, eure Telefone ausgeschaltet und Taschentücher zur Hand.“  Sobald die Geschichten erzählt sind, darf jedes Mitglied der Gruppe einige tiefe Atemzüge nehmen und sich darauf vorbereiten, die Geschichten zu veröffentlichen. „Dann könnt ihr aufstehen, sie abschütteln, ein Lied anmachen, tanzen, schreien, heulen und alle Energie in den Raum entlassen. Öffnet ein Fenster und lasst alles raus. Dann schließt den Kreis offiziell mit den Worten: ‚Wir lassen los und lassen diese Geschichten hier’, erklärt Alexandra Roxo. Und wie beendet man das Ritual? „Esst Kekse, trinkt Kombucha und umarmt euch.“

Tägliche Praxis

Während einige dieser Rituale ein bisschen mehr Zeit erfordern, gibt es viele kleine Dinge, die wir jeden Tag oder jede Woche tun können, um mehr Achtsamkeit in unser tägliches Leben zu integrieren. Das kann helfen, auf ein wesentlich ruhigeres 2018 hinzuarbeiten (zumindest auf persönlicher Ebene). Entscheidend ist, wie ihr eure Zeit einteilt. „Bei Achtsamkeit kann es darum gehen, sich Zeit für sich selbst am Tag oder in der Woche freizuschaufeln, wenn man so beschäftigt ist wie wir“, sagt Cheryl Rafuse. „Dafür müsst ihr euch manchmal die Zeit nehmen, eure Woche zu planen. Listet am Anfang jeder Woche auf, was ihr erledigen wollt oder müsst und legt dann ein Ziel für die Woche fest. Vielleicht habt ihr eine Menge zu tun, aber ihr wollt euch vielleicht daran erinnern, jeden Morgen fünf Minuten mit eurer Katze zu spielen oder ein paar Yogaübungen zu machen.“

Ein weiterer einfacher Vorschlag? Legt eure tägliche Energie und Stimmung fest, indem ihr eine Karte zieht. „Eine einfache tägliche Übung ist, fünf Minuten früher aufzustehen und eine Karte von einem Tarot- oder Orakelstapel zu ziehen, um zu sehen, welche Energie der Tag bringen könnte. Diese Übung hilft, auf eure Energie und Stimmung zu achten. Sich seiner Gefühle bewusst zu sein und entsprechend mit sich umzugehen, kann ein wichtiger Teil der Achtsamkeit mit sich selbst sein.“  Denkt daran: Es kann wirklich so einfach sein, einen großen Unterschied für euren Tag und euer Wohlbefinden zu machen. „Nicht jede tägliche Übung muss komplex sein. Ihr könnt einfach eine Sache aufschreiben, für die ihr jeden Morgen dankbar seid, um euren Tag positiv zu beginnen. Eine andere Möglichkeit, Positivität in den Morgen zu bringen, ist, sich auf eine Selbstbestätigung zu konzentrieren. Unser Favorit ist: „Du bist kein Blender, du bist echt. Es ist nicht Glück, Timing oder eine Lüge. Du verdienst es“, schlägt Rafuse vor.  Ob wir also nun einige Dinge in Brand setzen oder nur ein paar Minuten mehr mit unserer Katze verbringen wollen: Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir uns vom vergangenen Jahr erholen können, damit wir erfrischt ins neue Jahr durchstarten können. Bereit, die Welt zu erobern.

 

 

Andrea Zernial
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