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Wie man auf einem Festival campt, wenn man Camping verabscheut

Die besten Tipps der Experten.

Text: Kristin Iversen // Fotos: Getty Images

Vor nicht allzu langer Zeit erzählte ich einer Freundin, wie sehr ich Camping hasse. Sie stellte mir daraufhin die erwartbare Frage: „Wann hast du das letzte Mal gecampt?“, worauf ich antwortete: „Was? Ich war noch nie campen. Warum sollte ich?“

Es ist vielmehr so, dass mich am Camping noch nie irgendetwas gereizt hat, was nicht heißt, dass ich keine Natur mag. Ich liebe die Natur! Aber ich mag sie sozusagen als Kontrast zu dem Leben, in dem ich nicht in der Natur bin und so tolle Sachen machen kann wie eine Toilette zu benutzen, fernzusehen und Essen zu bestellen. Der Artikel von Kelly Conaboy „It’s Insane That Anyone Goes Camping“ fasst meine Gefühle dem Campen gegenüber sehr genau zusammen. Lest ihn mal. Er ist wirklich gut.

Und trotzdem: Ich war Campen. Jetzt gerade erst. Neulich. Denn ich war auf dem WayHome Arts & Music Festival in Kanada (Kanada!) und habe dort draußen in der Natur geschlafen. Ich muss sagen: Es gab Seiten daran, die mich merkwürdigerweise echt begeistert haben. Ich mag Sterne und Bäume und Musik, und manchmal mag ich es auch, wenn andere Menschen diese Szenerie bevölkern. Aber es gibt auch andere Aspekte, und zwar die, die immer schon Angst gemacht haben. Nicht die Sterne, das ist klar. Auch nicht die Musik. Und die Bäume waren auch in Ordnung. Aber es sind die ganzen anderen Dinge, wie, dass man mit so vielen anderen Menschen zusammen ist, ohne eine andere Rückzugsmöglichkeit als ein Zelt, das außerdem weder über eine Toilette noch Fernsehen oder WLAN verfügt, über das man beim Thai-Imbiss bestellen kann. Das alles hat mit Angst gemacht. Ach ja: Es gab auch keine Dusche.

Jetzt, wo ich das erste mal campen hinter mir habe, weiß ich vieles besser. Und nicht zuletzt habe ich auch mit einigen Festivalcamping-Experten gesprochen: mit Eva Dunford, Mitgründerin von Republic Live (WayHome Music & Arts Festival, Boots & Hearts Festival) und ihren Töchtern Brooke und Rachel.

Hier kommen ihre (und meine) allgemeinen Tipps!

1) Trockenshampoo nicht vergessen!: Manchmal sind die Schlangen an den Duschen einfach zu lang und ihr wollt auch definitiv nicht den nächsten tollen Gig verpassen – Trockenshampoo hilft schnell.

2) Packt leichte, lagenlooktaugliche Sachen ein: Wenn ihr auf ein Festival fahrt, solltet ihr immer komfortable Sachen einpacken. Wenn ihr weder auf eure Lieblings-Jeansshorts noch euer bauchfreies Top verzichten wollt, nehmt etwas zum Drüberziehen mit. Ich habe gern eine leichte Windjacke dabei, die man ganz klein zusammenfalten kann und die vor sommerlichen Schauern schützt.

3) Leistet euch ein portables Handy-Ladegerät: Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn euer Handy mitten in einem Set den Geist aufgibt. Besorgt euch vor dem Festival ein portables Ladegerät, um in Verbindung zu bleiben und nicht den Schnappschuss eures Lebens zu verpassen.

4) Legt mit Freunden Treffpunkte und -zeiten fest: Jetzt habt ihr euer Extra-Ladegerät, aber eure Freunde vielleicht nicht. Riskiert nicht euren Platz in der ersten Reihe, weil ihr sie suchen müsst – einigt euch auf Treffpunkte und -zeiten während des Festivals; bei uns gibt es sehr viele Einrichtungen und Anlagen, die man unmöglich verfehlen kann, wie zum Beispiel unser von Angus Watt designtes Flaggenfeld.

5) Schützt euch vor der Sonne: Es kann ganz schön heiß draußen werden, wenn ihr euch eure Lieblingsbands anseht; einen Sonnenbrand ist es einfach nicht wert. Also achtet darauf, dass ihr immer wieder Sonnencreme auftragt und macht euer Festival-Outfit mit Hut und Sonnenbrille noch individueller. Und immer viel, viel Wasser trinken!

Und dazu noch echte Camping-Must-Haves!

1) Haargummis: Alle, die lange Haare haben wissen, dass sich Schmutz und Dreck in ihnen verfangen kann. Am letzten Festival-Tag sind eingeflochtene Zöpfe unsere besten Freunde!

2) Sonnenbrille: Ich besorge mir immer eine witzige, preiswerte Sonnenbrille, wenn ich auf einem Festival campe. Sie komplettiert jedes Outfit und ist zum Schutz der Augen tagsüber ein Muss.

3) Feuchte Gesichtsreinigungstücher: Die brauchen wir eigentlich immer, aber auf jeden Fall jeden Morgen und jeden Abend. Sie sind wirklich total erfrischend – und nicht nur fürs Gesicht. Nehmt sie auch für Arme und Beine, um Sonnencreme und den Schweiß des letzten Abtanzens zu entfernen. Sie halten euch während des ganzen Festivals frisch.

4) Ohrenstöpsel: Auf dem Campinggelände hört die Party nie wirklich auf, daher ist es immer gut, Ohrenstöpsel dabei zu haben, um sicher zu gehen, dass ihr zu jeder Tages- oder Nachtzeit euren Schönheitsschlaf bekommt.

5) Bequeme Schuhe: Vergesst eure Lieblingssandaletten und coolsten Treter und setzt auf Komfort – seid euch aber immer darüber im Klaren, dass auf einem Festival ALLE Schuhe dreckig werden. Am besten eignen sich wohl die guten, alten Chucks.

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Corinna Siepenkort
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