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Welche Reden vom Women’s March ihr noch sehen müsst

Der Women’s March in L.A. brachte dieses Jahr nicht nur wichtige Protest-Messages, sondern auch beeindruckende Reden von Halsey, Natalie Portman und Co.

Text: Jenny Lee

Im letzten Jahr kam immer mehr der Wahrheit ans Licht, wie sehr Frauen wirklich unter Mobbing am Arbeitsplatz, sexuellen Übergriffen und unfairer Bezahlung leiden, von zahlreichen weiteren ungerechten Faktoren ganz zu schweigen. Das ist auch der Grund, wieso tausende Menschen nach Trumps Einzug ins Weiße Haus protestierten und sich gegen Trumps frauenfeindliche Äußerung auflehnten. Der „Women’s March“ und seine Bedeutung sind stärker als jemals zuvor.

Dieses Jahr sprachen viele Prominente offen über ihre persönlichen Erfahrungen und unterstützten dadurch die #MeToo-Bewegung. Unter ihnen waren Scarlett Johansson, Natalie Portman, Viola Davis und unser erster Coverstar Halsey – allesamt Frauen, die bereits selbst von den Problemen betroffen waren und sich trauen, darüber zu sprechen, welche Veränderungen sie für die Gesellschaft als obligatorisch ansehen. Die Videos weiter unten behandeln viele sensible Themen, schaut sie euch deshalb nach eurem persönlichen Empfinden an.

Viola Davis inspirierte die Menge mit Ausrufen wie: „Kämpft nicht nur für euren eigenen Rechte, sondern auch für die jedes Individuums, das auf dieser Erde atmet und dessen Herz schlägt.“ Sie widmete ihre Rede den „Frauen ohne Gesicht“, die nicht die Möglichkeit haben, für sich selbst zu sprechen und sagte, dass sie immer an sie denkt, wenn sie Reden hält.

Natalie Portman offenbarte, dass sie im frühen Teenageralter, als sie begann in Hollywood zu arbeiten, als Sexualobjekt betrachtet wurde. „Ich war so aufgeregt, als ich meine erste Fanpost öffnen durfte, aber das, was ich in dem Brief las, war die Vergewaltigungsfantasie eines männlichen Fans.“

„Vor meinem achtzehnten Geburtstag wurde über einem lokalen Radiosender ein Countdown gestartet, der die Tage zählte, bis es legal sein würde mit mir zu schlafen. Filmkritiker schrieben über meine wachsenden Brüste und schon als Dreizehnjährige stand für mich fest, dass ich mich, wenn ich mich sexy kleiden würde, unsicher in der Branche fühlen würde.“ Deshalb, so gab sie preis, inszenierte sie sich in der Öffentlichkeit stets spießig und prüde, in der Hoffnung, dass sie dies vor einer Sexualisierung ihrer Person schützen würde.

Unser Coverstar Halsey trug ein ein ausdrucksstarkes und persönliches Gedicht vor, in dem sie von Vergewaltigung sprach, die nicht nur sie, sondern auch viele ihrer Freunde durchleben mussten – und erzählte von ihren Gefühlen des Schams, der Schuld und der Fassungslosigkeit.

Scarlett Johansson nutzte ihre Rede, um James Franco namentlich aufzurufen und erzählte von der Absurdität, dass er in der Öffentlichkeit die #MeToo-Bewegung unterstütze, während er privat versuchte mit minderjährigen Frauen anzubandeln. Sie fragte in die Menge: „Wie kann sich eine Person öffentlich zu einer Organisation bekennen, die sich um die Opfer sexuellen Missbrauchs kümmert, während sie privat Menschen bedrängt, die über keinerlei Macht verfügen?“ Dann bat sie James Franco darum die „Time’s-Up“-Anstecknadel abzunehmen und zurück zu schicken, die er bei den Golden Globes als solidarisches Zeichen getragen hatte.

Davis entfachte mit ihrer Aussage über die „Frauen ohne Gesicht“ eine wichtige Diskussion: Sie verdeutlichte wie wichtig es sei, Menschen zu unterstützen, die selber nicht für sich einstehen können und stellvertretend für sie über Mobbing am Arbeitsplatz und die Traumata in ihren Familien und ihren Leben zu sprechen. Vielleicht ist das das Berührendste an diesen Protesten, dass die Menschen, die eine Lobby haben, diese dafür nutzen, um über Veränderung zugunsten anderer zu sprechen, um eine bessere Zukunft mitzugestalten und für Transparenz zu sorgen.

Robin Micha
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