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Weekend Tune: Troye Sivans neues Album „BLOOM”

An dieser Stelle präsentieren wir euch eigentlich immer die heißesten Tracks fürs Wochenende – ab heute öffnen wir die Türen aber auch für einzelne Kandidaten. Wenn sich die Kritiker nämlich so überschlagen wie bei Troye Sivans neuem Album „BLOOM“, müssen wir uns das ein bisschen genauer ansehen.

Dass sich Troye Sivans zweites Album von seinem Debüt „Blue Neighbourhood“ ziemlich unterscheiden würde, wussten wir schon früh. Spätestens als seine braunen Locken den platinblonden Wellen weichen mussten, war klar: There’s a new Sivan in town. Aber eigentlich sollte der Look ja nur eine Nebensache sein. Glaubt man. Er steht bei Troye nämlich trotzdem symbolisch für ein selbstbewussteres Kapitel. Im ersten großen Musikvideo von ”Blue Neighbourhood“ feierte er noch eine Privat-Party mit bunten Girlanden, küsste seinen Crush vorsichtig in der ruhigen Ecke. Im Video zu ”My, My, My”, der ersten Single-Hymne dieses neuen Albums, tanzt er im weißen Tanktop zu schwarz-weißem Strobo-Licht durch eine leere Fabrik und lässt seiner queeren Identität dabei freien Lauf. Von dem Nachfolge-Meisterwerk ganz zu schweigen: In „Bloom“ ist Troye der genderbefreite Art-Poser, der Flower Boy des Pop, der Charleston-Geek mit lackierten Nägeln, er ist die Drama Queen vor Spiegeln. Es geht an dieser Stelle nicht darum, zu vergleichen, sondern zu zeigen: Troye hat sich weiterentwickelt.

„Ich bin viel sicherer beim Songwriting geworden. Aber vor allem habe ich jetzt diese Beziehung, die mich so unglaublich glücklich macht. Das verschafft meiner Musik eine gewisse Leichtigkeit. Mehr Selbstbewusstsein und Spaß, der vorher nicht da war. Ich bin die meiste Zeit ziemlich entspannt, und das ist gut so“, verriet uns Troye im Interview für unsere Ausgabe #4. Und er hat Recht: Zum Teil ist die Melancholie früherer Songs einer neuen Leichtigkeit gewichen, ob die nun, wie in ”My, My, My“ als ballernde Pop-Hymne daherkommt oder in ”The Good Side“ und ”Dance To This“ mit Ariana Grande softe, entspannte Vibes hat. Und trotzdem hat er sein altes Spielfeld noch nicht ganz verlassen. Ist Troye Sivan vielleicht einer der wenigen internationalen Pop-Sänger, die gerade wirklich klassischen Pop machen? Maybe so, Trap-Beats oder Hip-Hop-Features sind auf diesem Album nämlich Fehlanzeige. Troye jedoch hat einen Weg gefunden, sich selbst nicht nur im Look und der Ästhetik hin zu künstlerischen Vibes zu entwickeln, sondern auch musikalisch sein eigenes Pop-Feld von innen heraus zu erkunden – das beweisen die 80s-Pop-Beats vom Titelsong des Albums, das geheime Potential von klassischen Build-Ups wie bei „Plum” oder die wirklich reduzierte Ballada „Postcard (feat. Gordi)”. Damit hat er sich einen Status geschaffen, der das Suchfeld nach vergleichbaren Boys in der Branche gerade ziemlich leer lässt.

Aber trotzdem: Auch wenn vom Hedi-Slimane-Cover des Albums über die Ästhetik der Videos bis hin zum Promo-Roll-Out auf Insta bei diesem Album alles stimmt, haben wir für #TS3 noch einen kleinen Wunsch: Ein bisschen mehr Catchiness. Denn auch am nächsten Album wird Troye mit den großen Songwritern und geheimen Tipps aus der ganzen Welt arbeiten – und sich hoffentlich nicht nur im Style, sondern auch in der Musik weiterhin mehr trauen. Sein Weg bis hierher hat bewiesen, dass er es kann. Next chapter.

 

 

Robin Micha
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