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You Go Girl: Solange Knowles erhält die Harvard Artist of the Year-Auszeichnung

Solange wurde von der Elite-Universität mit dem Titel der Künstlerin des Jahres ausgezeichnet. Und sie hat es verdammt nochmal verdient.

Text: Nadja Preyer

Solange ist eine echte Kämpferin. Und nein, wir sprechen nicht vom längst verjährten Aufzug-Fight mit ihrem Schwager Jay-Z. Seit Jahren setzt sich die Musikerin unbeirrbar für die Gleichheit von Frauen und für Black Lives ein. Das bescherte ihr nun die Auszeichnung zur „Artist of the Year“ der Harvard Foundation. Der angesehene Preis der Elite-Uni zeichnet alljährlich Künstler und Künstlerinnen aus, die sich mit ihrem Output für interkulturelle Beziehungen und Minderheiten engagieren und gegen Diskriminierung kämpfen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Queen Latifah, Salma Hayek und Jackie Chan.

Einen großen Schritt in diese Richtung machte Solange mit ihrem von der Kritik gefeierten Album „A Seat at the Table“, welches Sie auf ihrem eigenen Label Saint Records veröffentlichte. Drei Jahre dauerten die Aufnahmen dazu. Eine Zeit, die sie selbst als ein Projekt über Identität, Empowerment, Unabhängigkeit, Trauer und Heilung beschreibt. Ein Paradebeispiel für ihre politische Haltung ist die Auskopplung „Don’t Touch My Hair“. Schon allein der Titel spricht Bände.

Solange lässt nicht nur ihre Songs und ihre ästhetische Performance-Kunst sprechen. Auch auf zahlreichen anderen Wegen erhebt sie ihre Stimme. So beteiligt sie sich zum Beispiel an der Ausstellung „Soul of a Nation: Art in the Age of Black Power“ der Tate Modern London. Ihr Beitrag: eine audiovisuelle Collage aus Ausschnitten ihrer Musikvideos und eingestreuten Statement-Texten.

Eigentlich hält Solange nicht viel von Awards. Vor allem, nachdem letztes Jahr statt ihrer Schwester Adele den Grammy erhielt (die diesen kurzentschlossen in zwei Teile brach, um ihn mit Beyoncé zu teilen). Viele rechneten damals mit dem Sieg von Queen Bs Gesamtkunstwerk „Lemonade“. Selbst Adele wunderte sich, was Beyoncé „noch tun müsse, um das Album des Jahres zu gewinnen“. Seither kämpft die Grammy-Leitung mit Rassismus-Vorwürfen. Dass Solange auf der gleichen Verleihung vergangenes Jahr für ihren Song Cranes in the Sky einen Grammy erhielt, ging im ganzen Trubel um das Album des Jahres etwas unter. Ihre Freude darüber war wohl sowieso getrübt.

Am 3. März bekommt sie im Rahmen des Harvard Cultural Rhythm Fesival ihren wohlverdienten „Artist of the Year“-Preis überreicht. Wir glauben: es ist einer, den sie gern entgegennimmt.

 

 

 

 

 

Robin Micha
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