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So werdet ihr lästige Gesichtsbehaarung los

Wir haben Experten nach echt guten Tipps gefragt.

Text: Hafeezah Nazim

Ich bin eine behaarte Frau. Das ist mir bewusst, seit ich ein Teenager bin, denn seitdem bin ich konstant damit beschäftigt, mir das Kinn zu zupfen, zu waxen oder zu rasieren. Diese Besessenheit verschlimmerte sich, als ich zur Uni ging. Ich war ständig versucht, Teile meines Gesichts mit meinen Händen zu verdecken, wenn ich mich unterhielt, trug Make-up um eingewachsene Haare zu übertünchen und fühlte mich hilflos – besonders im Sommer – wenn ich angesichts der Hitze kein Make-up tragen wollte, aber mich aufgrund meines dürftigen Hautzustandes regelrecht verpflichtet fühlte. Im Laufe der nächsten Jahre tat ich meiner Haut nicht viel Gutes, indem ich zu viele aggressive Produkte anwendete – es war ein nicht enden wollender Kreislauf der Frustration.

Ich weiß, an sich sind Gesichtshaare nichts wirklich Schlimmes. Ich hatte nie das Bedürfnis, andere Frauen für ihre Stoppeln im Gesicht oder einen Damenbart zu verurteilen – wenn überhaupt war ich eifersüchtig auf ihr Selbstwertgefühl. Ich träumte bloß davon, aufzuwachen und mich nicht mehr über die paar Haare im Gesicht zu ärgern. Und dann realisierte ich, dass es gar nicht darum geht ob man glatt oder stoppelig ist, sondern vielmehr darum, in welchem Zustand man sich selbst am schönsten findet. Während ich bis dato meine persönliche Komfortzone in Bezug auf meine Gesichtsbehaarung noch nicht gefunden habe, habe ich zumindest realisiert, dass meine wutgetriebenen Anstrengungen, sie loszuwerden, mich mehr verunsichert haben als alles andere. Es muss einen besseren Weg geben.

Kürzlich also nahm ich die Hilfe von Kristen Rogers in Anspruch, die führende Wachs- und Laserspezialistin beim Haarentfernungs-Mekka Spruce & Bond in New York, um herauszufinden, wie Frauen unerwünschte Gesichtshaare loswerden können, ohne ihre Haut völlig zu zerstören. Seit mehr als fünf Jahren beraten Rogers und ihr Team bei Spruce & Bond Kunden wenn es um die Entfernung von widerspenstigen Haaren geht – sicher und nahezu schmerzlos. Lest weiter unten unser Interview, das erklärt, wie man störende Haare am besten eliminiert, ob Laserentfernung wirklich für alle Hauttypen zu empfehlen ist und warum Peelings auf Zuckerbasis die allerbeste Waffe gegen eingewachsene Haare sind.

Mit welcher Art von Haarproblemen im Gesicht kommen Ihre Kunden am häufigsten zu Ihnen?
Als Frau hat man im Prinzip immer mit Hormonveränderungen zu tun. Diese beeinflussen auch das Wachstum von Körperhaaren, besonders im Gesicht. Viele Kundinnen kämpfen mit störrischen Haaren am Kinn oder auf der Oberlippe.

Wie wissen Sie, welche Behandlung für welche Kundin die beste ist?
Vor jeder Behandlung beraten wir unsere Kunden sehr präzise. Ob Wachsen, Lasern oder Zupfen, das sind alles sehr individuelle Behandlungen, die zu unterschiedlichen Typen passen.

Wie kann man störende Haare zu Hause am sichersten entfernen? Was macht man wenn sie immer wiederkommen?
Eine kleine Rasur mit einer Klinge hilft. Man sollte einen eigenen Rasierer verwenden, nicht den mit dem man auch die Beine rasiert. Wenn man Haare dauerhaft loswerden möchte, funktioniert der Laser am besten. Überraschenderweise ist das auch die schonendste Methode.

Was sollte man über Gesichtsbehandlungen wissen, wenn das Wetter sich ändert?
Mit dem Übergang von Sommer zu Winter wird die Haut trockener, außerdem duschen wir im Winter heißer was der Haut noch einmal extra Feuchtigkeit entzieht. Das A und O ist Feuchtigkeit, in Form von Wasser oder Lotionen, super für die Haut um sie gesund und strahlend aussehen zu lassen. Wenn man sich lasern lässt, sollte man die Sonne meiden, daher ist Waxing im Sommer die bessere Alternative. Wer sich doch im Sommer lasern lässt, sollte eine Woche vor und eine Woche nach der Behandlung die Sonne meiden.

Was empfehlen Sie Kunden, die sich eine glatte und haarlose Haut wünschen, aber aufs Geld achten müssen? Gibt es beispielsweise Behandlungen für zu Hause, wenn man sich einen Profi wie Sie nicht leisten kann?
So old-school es sein mag, ist Rasieren die günstigste Option. Wenn man rasiert, sollte man ein Zuckerpeeling anwenden, so lassen sich tote Zellen am besten entfernen und man schützt die Haut vor eingewachsenen Haaren. Anschließend eine Körperlotion auftragen. Längerfristige Haarentfernung sollte ausschließlich der Profi übernehmen.

Was sollte man vor einer Laser- oder Wachsbehandlung wissen?
Vor dem Waxing sollte man sich etwa vier Wochen lang nicht rasieren. Beim Lasern muss auf Antibiotika, Akne-Medikamente und direkte Sonnenbestrahlung vor und nach der Behandlung verzichtet werden.

Gibt es spezielle Behandlungen für besondere Hauttypen, etwa für besonders sensible, dunkle oder helle Haut?
Der Wachs, den wir bei Spruce & Bond verwenden, genießt den Ruf sich weitestgehend schmerzfrei anwenden zu lassen. Ganz ohne Schmerzen geht es aber natürlich nicht. Die Bestimmung des Hauttons ist beim Lasern nur wichtig, um das Gerät richtig einzustellen. Die Behandlung bleibt gleich.

Was soll man tun, um die Haut nach der Behandlung zu pflegen und lange schön zu erhalten?
Ich empfehle ein Zuckerpeeling oder ein gutes Serum. Bei Spruce & Bond bieten wir beispielsweise ein Serum auf Basis von Aloe Vera, natürlicher Salicylsäure und Weidenrindenextrakt an. Perfekt für die tägliche Pflege von haarbefreiter Haut.

Corinna Siepenkort
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