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Sigrid: Don’t kill her vibe

Warum nicht nur Millennials sich den Namen Sigrid merken sollten.

Foto: Francesca Allen // Text: Ilana Kaplan

Jeder, der sich in letzter Zeit auch nur ein klein wenig mit der Pop-Welt beschäftigt hat, ist unweigerlich über einen Song mit dem Titel „Don’t Kill My Vibe“ gestolpert. Ein cooler, verwegener Sound aus der Feder einer erst 20-jährigen Sängerin: Sigrid. Aufgewachsen im norwegischen Ålesund, schrieb Sigrid bereits im Alter von 16 Jahren ihren ersten Track – und den innerhalb von nur zwei Wochen! Anschließend performte sie ihn gemeinsam mit ihrem Bruder auf einem Konzert in ihrer Heimatstadt.  

Sigrids Songs drehen sich um Selbstvertrauen und Power. Die erste Single „Don’t Kill My Vibe“ erzählt davon, nicht den Respekt zu bekommen, den man verdient. Ein Thema, mit dem sich vor allem Sigrids Generation der Millennials konfrontiert sieht. Oder „Plot Twist“, ihre zweite Auskopplung aus dem vergangenen Monat und eine vor Stolz strotzende Hymne, die zeigt, was passiert, wenn du endlich über jemanden hinweg kommst.

Gerade erst veröffentlichte die Norwegerin, die zwischen Bergen und London pendelt, ihre erste EP „Don’t Kill My Vibe“ bei Island Records. Bevor Sigrid die nächste Pop-Sensation wird, haben wir den Shooting-Star zum Gespräch gebeten. Über Respekt, die norwegische Musikszene und was sie mit ihren Songs erreichen möchte.  

Wie kamst du auf die Idee zu „Don’t Kill My Vibe“?
„Don’t Kill My Vibe“ entstand in einer Songwriting-Session mit Martin Sjølie. Er fragte mich, was mir in letzter Zeit so durch den Kopf gegangen sei, und ich erzählte ihm von einer früheren Studio-Session, die ziemlich schwierig für mich gewesen war. Das Lied handelt von dem Gefühl, nicht als Person respektiert zu werden. Ich glaube, das spricht vor allem die Millennials an. 

Wie beeinflusst dich die Musikszene Norwegens?
Sowohl mein Bruder als auch meine Schwester sind sehr musikalisch und haben die brillantesten Stimmen, die ich kenne. Mein Bruder arbeitet selbst als Sänger. Meine Familie war also immer eine sehr große Unterstützung für mich. Abgesehen davon ist die norwegische Musikszene relativ klein. Jeder kennt jeden, das liebe ich! Mein Wohnort Bergen hat eine wirklich gute Musikgemeinschaft. Jeder spielt hier in zehn verschiedenen Bands. 

Welche norwegischen Sänger sind zurzeit besonders angesagt?
Wo soll ich anfangen? Ich bewundere weibliche Künstler wie Aurora, Astrid S, Amanda Delara, Julie Bergan, Ane Brun, Hanne Kolstø, Dagny, Fanny Andersen, Emilie Nicolas, Jenny Hval und Susanne Sundfør. Dann haben wir noch Lars Vaular, Karpe Diem, Blood Command, Hajk, Highasakite, Great News und Bloody Beach. Okay, es gibt echt viele.  

Was ist die Message hinter „Don’t Kill My Vibe“? Wie passt der Song zu deiner übrigen Musik?
Die Message hinter dem Lied ist, sich nicht alles gefallen zu lassen. Ich schrieb das Lied zusammen mit Martin, weil ich so sauer war, in dieser vorherigen Songwriting-Session nicht klipp und klar meine Meinung gesagt zu haben. Die meisten meiner Songs sind voller Power. Ich vermute, das resultiert aus meiner Liebe zu grotesker Renaissancekunst und dem Eurovision Song Contest! Aber es gibt auch immer wieder unverarbeitete, verletzliche Rohdiamanten. Auch das ist ein wichtiger Teil von mir.  

Was war das erste Lied, das du geschrieben hast?
Ein Track namens „Sun“. Mein Bruder gab ein Konzert in unserer Heimatstadt Ålesund, wo ich zu dieser Zeit noch zur Schule ging. Er wollte, dass ich als Background-Sängerin auftrat und auch ein Solo-Lied spielte. Aber es durfte keine Coverversion von Adele sein, sondern ein Original-Song von mir. Und da ich unbedingt mit ihm auftreten wollte, habe ich innerhalb von zwei Wochen einen eigenen Song geschrieben.  

Wie hat die norwegische Kultur deine Musik beeinflusst?
In meinen Texten geht es eigentlich immer nur um meine Gedanken übers Leben. Aber natürlich beeinflusst die Natur auch meine Gefühle. Wenn man von einer so majestätischen Landschaft umgeben ist, fällt es natürlich leichter, über Dinge nachzudenken, für die im Alltag keine Zeit bleibt.  

Du hast eine EP veröffentlicht. Welche Musik hast du zu der Zeit gehört?
Ich war aufgeregt und panisch zugleich – vor allem aber aufgeregt. Ich hörte das gleiche Zeug, das ich immer gehört hatte, wie Coldplay, Neil Young, Adele, Joni Mitchell, Ellie Goulding, Kings of Convenience, Robyn und Fleetwood Mac. Plus Musik von Grimes, Skepta, Maggie Rogers, Hajk und anderen.

Magst du es, mit Adele, Lorde und Florenz Welch verglichen zu werden? Oder willst du lieber auf eigenen Beinen stehen?
Ganz ehrlich? Da kann ich nur erröten. Das sind einige meiner Lieblingskünstlerinnen, also bin ich natürlich sehr geschmeichelt.  

Ist Sigrid dein richtiger Name?
Ja! Früher hab ich ihn gehasst, weil nur Großmütter so hießen. Es ist ein alter nordischer Name. Aber jetzt liebe ich ihn. Danke, Mama und Papa!  

Welche Musiker haben dich beeinflusst?
Joni Mitchell, Adele, Florence + the Machine, Neil Young, Robyn, Grimes, Ellie Goulding, Lykke Li, Nelly Furtado – um nur einige zu nennen.  

Wie willst du die Pop-Szene verändern?
Ich möchte eingängige Lieder schreiben, die bei den Leuten etwas auslösen.  

Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Wahrscheinlich in einem Studio, in dem ich neue Musik aufnehme. Und ich werde hoffentlich eine Katze haben.  

Was ist die wichtigste Lektion, die du bisher als Musikerin gelernt hast?
Mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten, ist das Beste an meinem Job!  

Corinna Siepenkort
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