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Rafiki: Warum der LGBTQ-Film aus Kenia jetzt doch Oscar-Chancen hat

Eigentlich hatte Kenias Regierung die Liebesgeschichte über ein lesbisches Pärchen verboten und somit eine Qualifizierung für die Oscars verhindert. Doch jetzt hat der Film Rafiki doch noch Chancen auf einen Academy Award.

Text: Allison Stubblebine
Foto: Youtube

Endlich bekommt eine lesbische Liebesgeschichte aus einem afrikanischen Land seine verdiente Chance bei den Oscars zu gewinnen. Wie Hollywood Reporter berichtet, hat die Regierung von Kenia das zunächst ausgesprochene Verbot von Rafiki aufgehoben. Jetzt kann der Film, der für die lesbische Minderheit des Landes sehr wichtig ist, nun doch in der Kategorie Bester Fremdsprachiger Film teilnehmen.

Rafiki, was übersetzt Freund heißt, erzählt die Geschichte von zwei Frauen, aus deren Freundschaft Liebe wird und die als Konsequenz mit der Stigmatisierung der konservativen Gesellschaft Kenias zu kämpfen haben. Also genau mit jener Gesellschaft, die den Film zunächst verbieten wollte. Die Richterin Wilfrida Okwany gab nun jedoch grünes Licht für die Oscar-Teilnahme und sagte: „Ich bin überzeugt davon, dass Kenia’s Gesellschaft nicht zu schwach dafür ist, mit dem Thema Homosexualität umzugehen.“ Rafiki läuft in Kenia jetzt zwar in den Kinos, ist allerdings erst ab 18.

Die kenianische Filmbewertungsstelle, die von der Regisseurin Wanuri Kahiu verklagt wurde, reagierte auf den Verlust des Prozesses mit dem Hinweis auf die Werte der Kenianer, die nicht mit Homosexualität zu vereinbaren seien.

Für eine Teilnahme an den Oscars ist eine Mindestlaufzeit von sieben Tagen vorgegeben. Rafiki hat nun neun Tage, um in Kenia ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen.

Seht euch hier den Trailer zu Rafiki an:

 

Nadja Preyer
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