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Next level Workwear: Die neue Recycling-Kollektion von Cheap Monday

Gute Alternativen zu Fast Fashion werden dringend gebraucht. Am besten solche, die nachhaltig und stylish gleichzeitig sind. Cheap Monday ist da mit seiner aktuellen Kollektion C/O ganz weit vorn. Denn die Jacken, Hosen, Sweater & Co. bewegen nicht nur etwas in der Modewelt, sondern pushen auch eure Street Credibility.

Interview: Robin Micha
Text: Nadja Preyer

Fast Fashion bringt uns konstant neue Trends – vor allem dann, wenn wir sie gar nicht erwarten. Ihr kennt es: In der Mittagspause mal eben durch die Stadt geschlendert und zack, schon wieder ein Spontankauf, schon wieder ein neues Teil im Schrank. Unseren schnellen Konsum von Kleidung kennen wir also ebenso gut. Und genau den kennt auch die Fashion-Branche selbst. Was wir brauchen? Lösungen.

Cheap Monday beweist deshalb mit seiner neuen C/O-Kollektion einen Ansatz für mehr Sustainability: Für die auf einige ausgewählte Teile reduzierte Linie hat das schwedische Label aus aussortierter Workwear ziemlich coole und vor allem einzigartige Stücke gemacht. Eine Kollektion von der Stange? Fehlanzeige. Schließlich erzählt jedes Stück durch den Prozess des Upcyclens seine eigene kleine Story. Und auch die Namen der Teile der Capsule Collection, die in Zusammenarbeit mit dem Recyclingexperten Re:Texture entstanden ist, sprechen Bände: Rescued Sweat, Protection Jacket, Function Trousers. Wie ihr wohl ahnen könnt, erwartet euch unter anderem eine Arbeiterjacke in stylishem Neongelb, eine funktionale Hose mit Cut-off Legs sowie Shirts, Sweater und eine Tasche, die im Patchwork-Look aus ausgemusterten Workwear-Stoffen gefertigt wurde. Kurz: Eine Kollektion, die raw, authentisch und ehrlich ist.

Wir haben mit Cheap Mondays Designchef Carl Malmgren darüber gesprochen, warum sich gerade Workwear so gut für recyclete Mode eignet – und ihn gefragt, wie er persönlich für einen ethischeren Umgang mit Mode sorgt.

Carl, wie trägst du privat dazu bei, die Wegwerfmentalität in der Mode zu verändern? 

Ich miste meinen Kleiderschrank ziemlich häufig aus. Dazu kommt, dass ich nur Teile kaufe, die ich wirklich haben will oder tatsächlich brauche. Second Hand ist für mich nicht nur eine große Inspirationsquelle, eigentlich besteht mein halber Kleiderschrank aus gebrauchter Kleidung. Teile, mit denen ich gar nichts mehr anfangen kann, wandern in den Recyclingbehälter bei uns im Büro.

Warum hast du dich gerade für Workwear als Material für eine Redesign-Kollektion entschieden? Hat das auch etwas mit der steigenden Beliebtheit der roughen Funktionskleidungs-Ästhetik zu tun, die übrigens auch viele skandinavische Labels geprägt haben?

Es war eine Mischung aus vielen Dingen, die uns in diese Richtung geführt hat. Zunächst hat uns die Zusammenarbeit mit Re:Textile gezeigt, wie viel Arbeitsbekleidung eigentlich weggeworfen wird. Die meisten Stoffe davon sind noch komplett brauchbar! Dazu kommt, dass Arbeitskleidung einen sehr hohen qualitativen Standard hat. Sie ist robust und langlebig. Außerdem sehen wir auf jeden Fall auch den Trend einer von der Workwear inspirierten Ästhetik. Der Grund für diese Entscheidung ist also eine glückliche Fügung von verschiedenen Argumenten.

Welche Schritte in der Fertigung hast du als besonders herausfordernd empfundenen – vor allem verglichen zu vorherigen Cheap Monday Kollektionen?

Der größte Unterschied war, dass wir mit bereits fertigen Kleidungsstücken gearbeitet haben. Ausgehend von dem Material, das wir zur Verfügung hatten, haben wir dann über die Styles und Stoffe entschieden.

Mit welchen Gefühlen hast du auf die bisherige Abfallproduktion von Cheap Monday zurückgeschaut?

Wir bewachen unsere Produktion und unseren Overstock permanent und stellen sicher, dass wir so viel Material wie möglich weiterverwenden. Die Kollektion dient für uns als ein zusätzlicher Wake Up Call an die Konsumenten. Sie soll Awareness dafür schaffen, wie viele Möglichkeiten es gibt, die Produktion von Kleidung neu zu erfinden.

Gibt es ein spezielles Stück in deinem privaten Kleiderschrank, mit dem dich eine besonders lange Geschichte verbindet?

Auf jeden Fall meine Teile aus Denim. Jeans hat von Natur aus eine längere Lebensdauer als andere Stoffe, was einerseits vom Material selbst kommt, andererseits aber auch etwas damit zu tun haben kann, dass wir sie seltener waschen. Das schöne an Jeans ist, dass du sie umso mehr liebst, je länger du sie trägst. Irgendwie bekommen sie mit der Zeit mehr und mehr Persönlichkeit.

Welchen Ratschlag würdest du all jenen Konsumenten mitgeben, die noch nicht so genau wissen, wie sie der Umweltverschmutzung mit ihrem Kaufverhalten entgegenwirken können? Was kann ein erster Schritt sein?

Ich glaube wir alle haben was das betrifft eine große Aufgabe vor uns. Weißt du zum Beispiel wo du deine alten Klamotten abgeben könntest? Finde es heraus anstatt sie einfach auf der Müllhalde verbrennen zu lassen. Die Mehrheit der Textilien kann definitiv irgendwie wiederverwendet werden.

Und was können die Leute tun, die bereits bewusster mit Mode umgehen?

Andere inspirieren und die Industrie herausfordern. Verantwortung verlangen. 

Seht jetzt den Trailer zur Dokumentation über die Entstehung der C/O-Kollektion:

Hier könnt ihr die Doku in voller Länge sehen.

Die Kollektion ist auf cheapmonday.com sowie bei ausgesuchten Shops erhältlich. 

#itscheapmonday

Nadja Preyer
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