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It’s Britney, Bitch – Eine Lobeshymne an das beste Comeback aller Zeiten

Deal with it.

Text: Hayden Manders // Foto: Jive Records

Nur Britney Spears persönlich könnte die populären ersten drei Akkorde ihrer Debütsingle „Baby One More Time” überbieten. Drei Akkorde wurden am 20. September 2007 zu drei Wörtern; drei Wörter, die wohl für immer mit Britney Spears, die seit ihrem siebzehnten Geburtstag der Inbegriff des ‘American Dreams’ ist, in Verbindung gebracht werden. Ihr fragt euch von welchen drei Worten die Rede ist? Euer Ernst? „It’s Britney, bitch” ist die bekannteste Einleitung für das größte Comeback aller Zeiten.

Spears’ Karriere im Jahr 2007 war primär eine Abhandlung in den Klatschzeitungen dieser Welt; ihr Sorgerechtsstreit um die beiden Söhne und ihre Scheidung von Kevin Federline, kombiniert mit Vorwürfen des Drogenmissbrauchs, Aufenthalten in Entzugskliniken und ihrem unberechenbaren Verhalten in der Öffentlichkeit, verzerrten das Bild der größten Popsängerin des Milleniums. Die Paparazzi waren ihr nicht gerade eine Hilfe. Sie heizten das Durcheinander im Leben der jungen Künstlerin mit Verfolgungsjagten durch Los Angeles weiter an, und warteten darauf , sie mit anderen bekannten Gesichtern wie Paris Hilton oder Lindsay Lohan ablichten zu können. Zum Beispiel dabei, wie sie aus dem Auto stiegen – ohne Unterwäsche zu tragen. Gerüchten zufolge fing sie zu der Zeit wieder an, ins Studio zu gehen, wie ‘TMZ’ damals bekannt gab.

Dann erschien „Gimme More”… in etwa. Die VMAs im Jahr 2007 beleuchteten nur die Fehler ihrer Performance und das, was ein triumphales Comeback werden sollte, wurde im Keim erstickt. Noch mehr wurde sie in den Medien auseinander genommen, der Fokus wurde wieder einmal nicht auf ihre Musik, sondern auf Spears’ Person gelegt. „It’s Britney, bitch”, schlug dadurch nicht sofort an. Die Voraussetzungen waren gegeben, aber der Klatsch übertönte das Potenzial.

Jive brachte gerade am 20. September eine Studio-Version von „Gimme More” heraus und „It’s Britney, bitch”, bekommt nun nach zehn Jahren endlich die verdiente Anerkennung.

Wer könnte ihre Comeback-Single besser mit „It’s Britney, bitch” eröffnen als Spears? Obwohl uns die verführerischen, verzerrten „mmm-yeahs”, schon aus „Oops I Dit it Again” bekannt waren, ist „Gimme More” nicht nur ein weiterer Klassiker, sondern die Sängerin betrat mit dieser Single ein noch provokanteres, neues Territorium. Dies ist dem damals noch relativ unbekannten Produzenten Danja zu verdanken. („Gimme More” war eines der ersten Soloprojekte Danjas.)

„It’s Britney, bitch”, ist eine kraftvolle, selbsterklärende Hymne. Spears griff nach ihrem Mikro und erklärte der Welt, sie habe es mit einer Legende zu tun. Der Begriff „Bitch” kann, wie wir alle mittlerweile wissen, auch positiv verwendet werden. Er ist sowohl in der netten, als auch in der abschätzigen Verwendung eines der meistgebrauchten kommunikativen Ausdrücke der englischen Sprache. In Spears’ Fall möchte sie uns, indem sie uns als „Bitch” betitelt, sagen: „Ich bin’s. Mich gibt es noch und ich bin noch genauso mächtig – wenn nicht sogar noch mächtiger als zuvor.” Sie weist uns darauf hin, auf unserer eigenen Spur zu bleiben, weil sie von hinten mit ihrem neuen Hit an uns vorbeigerast kommt. „It’s Britney, bitch”, ist das Äquivalent zu „Ich bin Britney Spears, ähm, und wer warst du nochmal?”, nur noch offensiver.

Wieso sie ihren Nachnamen auslässt? Also, liebe Leser, ich bitte euch, mir eine andere berühmte Britney zu nennen. Ich warte…aber Britney Spears ist die Britney der Popkultur. „It’s Britney, bitch” ist ihre Krone. Wie wollten mehr, sie gab uns mehr. Nichts wird dieses Intro toppen. Oops! Das gilt natürlich nur so lange, bis Spears sich einen neuen lyrischen Kunstgriff aus dem Ärmel schüttelt … wieder einmal.

Robin Micha
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