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Holiday Reads: 7 Bücher für diesen Sommer

Der Sommer zeigt sich seit Monaten von seiner besten Seite. Falls das so weitergeht (oder ihr ganz einfach einen Trip in den sonnensicheren Süden plant), darf natürlich die passende Strand-/See-/Parklektüre nicht fehlen. Wir haben euch die besten Stories für die schönsten Monate des Jahres zusammengestellt.

Titelbild: Instagram @mr.christiankracht, @sgorgos, @officialstrangerthings_

Das Romantische: Hain von Esther Kinsky

„Romantisch“ bezieht sich hier ausnahmsweise mal nicht auf die Beziehung zwischen zwei Menschen, sondern auf die Sprache und die Naturbeobachtungen, mit denen uns Esther Kinsky einen echten „Sommerschauer” über den Rücken laufen lässt. Nicht umsonst hat ihr Roman „Hain“ (für den sie selbst das Genre Geländeroman erfunden hat) den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 gewonnen. In ihrem neuen Werk schickt Kinsky ihre Ich-Erzählerin allein auf eine Reise durch Italien, kurz nachdem ihr Mann verstorben ist. Ihre Reise führt aber nicht durch das Postkarten-Idyll, sondern durch das mal verlassene und verkommene, mal blühend-schöne und geheimnisvolle Hinterland. Trotzdem – oder gerade deshalb – haben wir förmlich schon den Duft von frischer Pasta, Zypressen und Rotwein in der Nase. Wir hoffen, euch geht es mit dieser Lektüre genauso. Ciao!

Hain ist 2018 bei Suhrkamp erschienen.

Das Provokante: Fische von Melissa Broder

Bekannt ist Melissa Broder vor allem Hunderttausenden Twitter-Usern als Betreiberin ihres längst legendären Accounts. Angefangen hat sie dort zwar anonym (kein Wunder, bei der Kraft und Intimität ihrer Themen) – inzwischen weiß jedoch jeder, wer hinter SoSadToday steckt. Wie auch in ihren Tweets verarbeitet die Autorin aus Los Angeles in ihrem Roman Fische ihre tiefsten Gedanken und Gefühle zu Sex, Selbstzweifeln und Absturz. Die Geschichte wird gesteuert vom Leben und Leiden der Antiheldin Lucy, die urplötzlich mit ihrem Freund Schluss macht und scheinbar ungebremst in ein tiefes Loch fällt. Zu ihren Lösungen, um dort wieder herauszukommen, zählen Drogen genauso wie massig Tinder-Dates und das manische Sammeln von Heilkristallen. Hier macht schließlich auch der Originaltitel „Pisces“ mit seiner Anspielung auf Astrologie und Esoterik Sinn. Time for some Me-Time, little fish.

Fische ist 2018 bei Ullstein erschienen.

Das Visuelle: Blinder Fleck von Teju Cole

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Ihr zählt euch selbst zu all denen, die besonders durch die visuelle Welt getriggert werden? Dann könnte das euer Buch für den Sommer sein. Denn die einfachen, aber genau deshalb wunderschönen Alltagsbeschreibungen von Teju Cole sind geschmückt mit Fotos, die er selbst geschossen hat. Auf die Idee kam der nigerianisch-amerikanische Autor aus aus einem eigentlich tragischen Anlass: Cole war lange Zeit erblindet. Diese Erkrankung hielt, wie durch ein Wunder, jedoch nur vorübergehend an. Um dieses Erlebnis aufzuarbeiten, hat er „Blinder Fleck“ (Originaltitel: Blind Spot) geschrieben. Eine Hommage an den Alltag – und ein Reminder daran, wie froh wir sein können, wenn es uns gut geht. Zum Beispiel mit einem kühlen Drink auf einer Sonnenliege an der Atlantikküste.

Blinder Fleck ist 2017 bei Hanser Berlin erschienen.

Der Klassiker: Walden oder Leben in den Wäldern von Henry David Thoreau

Eine Geschichte aus 1854, die heute genauso aktuell ist wie damals? Hier habt ihr sie. „Walden“ von Henry D. Thoreau ist einer der Klassiker der Weltliteratur, der mit seinem Back-To-Nature-Thema heute mehr denn je funktioniert. Schließlich zieht es immer mehr Großstädter raus in den Wald, auf die Wiesen und an die Strände. In seinem bekanntesten Werk beschreibt der Schriftsteller aus der Ich-Perspektive seinen Rückzug in die tiefen Wälder von Massachusetts, Neuengland. Dort lebt er in einer Blockhütte, ernährt sich spartanisch, denkt viel nach – und lässt uns an diesen Gedanken teilhaben. Also, Rucksack schnappen und einfach mal wieder raus ins Grüne.

Die aktuelle Neuauflage von Walden ist bei Diogenes erschienen.

Der Mysteriöse: Sand von Wolfgang Herrndorf

Mit seinem letzten Roman Sand hinterließ der 2013 verstorbene Autor Wolfgang Herrndorf uns ein kleines Rätsel, mit dem wir uns aber nur zu gerne die Sommerzeit vertreiben. Denn vor allem im Urlaubsmodus können wir uns bestens in die Umstände des Protagonisten Polidorio hineinversetzen, der in der Wüste Nordafrikas einen Mord aufklären soll – und der nicht nur wegen eines Schlags auf den Schädel, sondern vermutlich auch wegen der trockenen Hitze der Wüste sein Gedächtnis verliert. Auf seinem weiteren Weg trifft er schillernde und echt skurrile Persönlichkeiten, während er auf der Suche nach sich selbst ist. Ein Buch, dass ihr am besten bei 30 Grad lest. Aber Achtung: Packt auf jeden Fall genug Wasser ein!

Sand ist 2011 bei Rowohlt erschienen.

Das Inseltaugliche: Imperium von Christian Kracht

Ihr habt euren Urlaub auf einer Insel geplant? Dann packt doch am besten „Imperium“ ein. Das Werk des Schweizer Autors Christian Kracht spielt nämlich größtenteils auf einer Insel  zu Zeiten der Kolonialherrschaft Deutschlands. Klingt öde? Nix da. Denn der sympathische und gleichzeitig auf amüsante Weise bemitleidenswerte Protagonist August Engelhardt erlebt eine absurde Reise in Richtung eines gescheiterten Aussteiger-Lebens, auf der er sich schließlich nur noch von Kokosnüssen und (Achtung, Ekelalarm!) seiner eigenen Hornhaut ernährt. Okay, ihr müsst euch ja nicht unbedingt ein Beispiel an ihm nehmen. Aber gegen einen Inselkollaps hilft Imperium bestimmt.

Imperium ist 2012 bei Kiepenheuer und Witsch erschienen.

Der Hoffnungsträger: Das Stranger Things Buch (kein Witz!)

R U N

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Und zu guter Letzt: It’s true! Es wird ein Stranger Things Buch geben. Allerdings leider erst nach dem Sommer. Trotzdem hoffen wir, dass diese Nachricht euch das Warten auf die dritte Staffel wenigstens ein bisschen versüßt. Laut dem Medienportal Deadline sollen weltweit in Zusammenarbeit mit dem Verlag Penguin Random House Geschichten erscheinen, die auf dem Leben von Eleven, Will & Co. basieren. Wenn es soweit ist und ihr euch mit dem Buch in eine ruhige Ecke verziehen wollt, erinnert euch einfach daran, was Mike in Season 1 gesagt hat: „If anyone asks where I am, I’ve left the country.“

Nadja Preyer
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