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Die wichtigsten Momente der Oscars 2018

Ein weiteres neues Jahr, eine weitere Award-Season, die mit der 90. Oscarverleihung ihren krönenden Abschluss fand. Ihr habt Hollywoods wichtigste Nacht verpasst? Keine Sorge. Schaut euch unsere Zusammenfassung mit einigen der besten und schlechtesten Momente der diesjährigen Zeremonie an – und ihr könnt mitreden.

Die besten Momente der Oscars 2018

Daniela Vega als erste Transgender-Presenterin

Daniela Vega, der Star des chilenischen Dramas „A Fantastic Woman“, das vergangene Nacht den Oscar in der Kategorie „Foreign Langague Film“ bekam, ist die erste geoutete Transfrau, die bei den Oscars eine Nominierung präsentiert hat. Über die Bedeutung dieses Moments (Daniela Vega präsentierte die Kategorie Music – Original Song) war sich natürlich auch die Schauspielerin bewusst: „Ich danke euch so sehr für diesen Moment“, sagte sie. Und wir wollen jetzt unbedingt „A Fantastic Woman“ sehen! Aber worum geht es darin eigentlich? Das Drama portraitiert eine Frau (Daniela Vega), die sich nach dem Tod ihres Partners (Francisco Reyes) mit Vorurteilen wegen ihrer Transsexualität auseinandersetzen muss. Sie kämpft vor seiner Familie und den Behörden für ihr Recht als der Mensch akzeptiert zu werden, der sie ist: Eine Frau, die ihren Lebensgefährten durch einen tragischen Unfall verloren hat.

Taraji P. Henson spricht uns auf dem Red Carpet aus der Seele

Nach dem Vorwurf sexuellen Missverhaltens war Ryan Seacrest als Moderator des „E! News‘ Red Carpet“-Programms ohnehin nicht sonderlich beliebt. Umso mehr sorgte das Interview zwischen ihm und dem „Empire“-Star Taraji P. Henson für einige Lacher. Als Ryan Seacrest sie auf dem roten Teppich ansprach, schien sie wenig erfreut: „Das Universum hat eine Art und Weise, sich um die guten Menschen zu kümmern. Weißt du, was ich meine?“, so Taraji P. Henson vielsagend in Richtung des Moderators. Im Anschluss an ihr Gespräch mit Seacrest  sagte sie zu dem ABC-Korrespondenten Wendi McLendon-Covey, dass sie „eine großartige Zeit habe“, jetzt, da sie wieder in guter Gesellschaft sei.

 

Tiffany Haddish und Maya Rudolph zusammen auf der Bühne

Einer der Höhepunkte des Abends war zweifellos Tiffany Haddishs und Maya Rudolphs gemeinsame Präsentation der Kategorie „Best Documentary – Short Subject“, die alles beinhaltete, was für von einem guten Auftritt bei den Oscars erwarten – von einem epischen Meryl-Streep-Shoutout in der Mitte der Rede bis hin zu Haddish’s legendärem „Alexander McQueen“-Kleid. Das coole Duo schaffte es auch, den wohl besten Witz der Nacht zu liefern: „Als wir zusammen auf die Bühne kamen, wussten wir, dass einige von euch denken: „Sind die Oscars jetzt zu schwarz?“, sagte Haddish, worauf Rudolph antwortete: „Wir wollen nur sagen, keine Sorge. Es werden heute noch so viele weiße Menschen kommen.“

 

Jordan Peele gewinnt den Oscar für „Best Original Screenplay“

Jordan Peele gewann als erster Afroamerikaner den begehrten Oscar in der Kategorie „Best Original Screenplay“ – und schreibt damit Geschichte. Erst als vierter Afroamerikaner, der für die Auszeichnung nominiert wurde, schlug Peele mit „Get Out“ Martin McDonagh’s von der Kritik gefeierten Film „Three Billboards Outside of Ebbing, Missouri“.

Die starke Rede von Frances McDormand

Am Ende ihrer Dankesrede (sie gewann den Oscar in der Kategorie „Actress in a Leading Role“ für ihre Leistung in „Three Billboards Outside of Ebbing, Missouri“) nutzte Frances McDormandin ihre Plattform, um ihre weiblichen Kolleginnen zu ermutigen. Nachdem McDormand jede Kandidatin im Raum gebeten hatte, aufzustehen, richtete sie sich an die männlichen Gatekeeper der Branche und rief sie dazu auf, genau hinzuschauen: „Wir alle haben Geschichten, die erzählt, und Projekte, die finanziert werden wollen.“   Dann, am Ende, sagt sie nur zwei Worte: „Inclusion Rider“. Was sie fordert: Diversität und Inklusion sollen in Verträge geschrieben werden. Der „Inclusion Rider“ ist nämlich eine Klausel, mit der sich Schauspielerinnen in ihren Verträge eine gewisse Diversität in der Besetzung zusichern lassen können. Den Begriff prägte Stacy Smith, die Gründerin der Annenberg Inclusion Initiative der University of Southern California bei einem TED talk 2016.

 

Die schlimmsten Momente der Oscars 2018

Jimmy Kimmels Eröffnungsmonolg

Gastgeber Jimmy Kimmel eröffnete die größte Nacht Hollywoods mit einer sehr sicheren Rede, in der es unter anderem um Anti-Trump-Gefühle und die Bedeutung der Time’s Up-Bewegung ging. Und obwohl seine Worte ohne Frage wichtig waren und es vielleicht auch eine gute Idee war, nur in den ersten zehn Minuten der Show über die gesellschaftlich wirklich wichtigen Themen unserer  Zeit zu sprechen und dann den Rest der Show damit zu verbringen, über Jet-Ski zu reden, fühlte es sich doch wie eine verpasste Gelegenheit an. To be honest: Wir hätten uns dieses Jahr mehr über eine Frau (Tiffany Haddish!) als Gastgeberin gefreut.

Kein Oscar für Ladybird 

Obwohl dies das Oscar-Jahr der mächtigen Frauenbewegungen wie #MeToo und TimesUp ist, gewann kein Film mit einer Frau als Regisseurin einen Oscar  (dabei hatten wir so auf Greta Gerwigs Ladybird gehofft).

Ladies of the hour on the #Oscars red carpet. #LadyBird

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Gary Oldman als „Best Actor“

Gray Oldman nahm den Oscar in der Kategorie „Best Actor in a Leading Role“ entgegen. Dass er den Award gewann, war besonders vor dem Hintergrund der Missbrauchsvorwürfe, hervorgebracht von seiner früheren Ehefrau Donya Fiorentino, irgendwie unglücklich. Oldman verkörpert in dem Film „Die dunkelste Stunde“ den britischen Premierminister „Winston Churchill. Neben ihm waren auch Daniel Day-Lewis, Daniel Kaluuya, unser Favorit Timothée Chalamet und Denzel Washington nominiert. 

 

Andrea Zernial
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