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Das ist bei den VMAs 2017 passiert

Wir müssen reden, und zwar über einiges. Über die VMAs. Die schönsten Looks, die besten Performances, die Gewinner. Sit down, let’s talk!

Text: Robin Micha

Den größten Hype löst eine aus, die eigentlich gar nicht da ist. Bei den diesjährigen MTV Video Music Awards hat sich Taylor Swift ein weiteres Mal den Big Moment gesichert. Ihr Video zum neuen Song „Look What You Made Me Do“ feiert bei der Verleihung Premiere und natürlich kriegt sich das Internet nicht ein. 470.000 Views in der ersten Stunde. Ach ja, Awards verliehen wurden aber übrigens auch.

Kendrick Lamar räumt ab

Auch dieses Jahr ist Hip Hop dran. Den Preis (um den es ja eigentlich mal ging) darf Kendrick Lamar direkt sechs Mal in Empfang nehmen. Sein Video zu „Humble“ gewinnt in der Kategorie „Bestes Video“ und „Bestes Hip Hop Video“. Ed Sheeran wird Künstler des Jahres, Taylor Swift darf sich trotz Abwesenheit auch über die beste Collab für „I Don’t Wanna Live Forever“ mit Zayn freuen. P!nk bekommt den „Vanguard Award“ für ihr Lebenswerk und wendet sich in einer emotionalen Rede über Schönheit an ihre Tochter Willow: „Mein Baby, wir verändern uns nicht. Wir helfen anderen Menschen, sich zu verändern, sodass sie alle Arten von Schönheit sehen können“.

Bild: Getty Images/Frazer Harrison

Bild: Getty Images/Kevin Winter

Emotionaler Panel-Talk

P!nk ist aber nicht die einzige, die sich für ihren VMA-Moment eine wichtige Message aufgespart hat. Michael Jacksons Tochter Paris wendet sich in ihrer Rede an die „White Supremacists“, unterstreicht das Potential ethnischer Vielfältigkeit und imitiert zum Schluss sogar Präsident Trump: „Unser Einfluss? Der wäre riiieesig, glaubt mir!“ Die VMAs kämpfen seit Jahren immer wieder mit mangelnder Bedeutung, unterstreichen in diesem Jahr aber die gesellschaftliche Bedeutung von Award-Shows. Fast gleicht der Abend mehr einem Panel-Talk als einer Verleihung.

Nach einer weiteren emotionalen Rede von Kesha schließt Logic die Emotions-Collage schließlich ab: Unterstützt von Alessia Cara und Khalid performt er seinen Song „1-800-273-8255“, der nicht nur mit seinem Titel auf die Hotline für Suizid-Vorbeugung aufmerksam macht. „Ich möchte darüber sprechen, worüber Mainstream-Medien nicht reden wollen. Geistige Gesundheit, Selbstmord, Depression…es ist mir egal, ob ihr schwarz, weiß oder was dazwischen seid, mir ist egal, ob ihr Christen oder Muslime seid, schwul oder hetero, ich werde für eure Gleichberechtigung kämpfen, weil ich daran glaube, dass wir alle gleich geboren wurden. Wir werden aber nicht alle gleich behandelt, und deswegen müssen wir kämpfen.“

Musik gab’s auch noch!

Neben all dem gesellschaftlichen Trouble hatten die VMAs an diesem Abend aber trotzdem noch Platz für Musik. Miley Cyrus, Lorde (im Stillen), Ed Sheeran & Lil Uzi Vert, Fifth Harmony & Gucci Mane, P!nk, Kendrick Lamar, Noch-Geheimtipp Cardi B und mehr haben ihre Gewinner-Songs und neue Tracks performt. Mileys Dad Billy Ray war übrigens froh, dass sich ihre berüchtigte Performance von 2013 nicht wiederholt hat – so hatte sie es ihm aber auch bereits vorher auf Instagram versprochen. Eine ging dabei ein bisschen unter: Katy Perry, an diesem Abend in der Rolle der Moderatorin, segelte als das Award-Maskottchen Moon-Man von der Decke, blieb neben ihren Kollegen jedoch ein wenig blass zurück. Hatte aber wohl nichts mit ihrem weißen Red-Carpet-Dress zu tun 😉

Die besten Looks

Auf dem roten Teppich (oder eher: blauem Runway) sorgten ebenfalls die Hip Hop-Ladies für die coolsten Styles. Nicki Minaj kam im risky Ganzkörper-Latex-Onesie, der die Meinungen spaltet (wir finden: top!). Zu den meist diskutierten Outfits gehört aber noch eine weitere Hip Hop-Kollegin: Cardi B erinnerte mit ihrem Pantsuit-Kleid-Hybrid an Madonna, Spitz-BH inklusive. Lorde kam als flauschiger Star in zartem Pink, Paris Jackson im durchsichtig besticktem Ensemble von Dior. Und was wären die VMAs ohne Nostalgie und ewige Selbst-Referenz? Die kam von Teyana Taylor, die mit krassem Sixpack und weißem Crop-Top an Janet Jacksons Look von 1995 erinnerte. #throwback all the way! Unsere Look-Favoriten findet ihr unten 💗

Another year, another VMA also. Irgendwo zwischen emotionaler Achterbahnfahrt und Spotlight-Kampf mag dieser Abend dann tatsächlich mal was bewegt haben. Was genau, wird sich zeigen. Schade eigentlich für Taylor Swift, dass sie es verpasst hat. Was war euer Highlight?

Turid Reinicke
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